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14. Dezember 2006:

CDU kupfert bei pro Köln ab

Intelligente Maßnahmen zur Unfallvermeidung auf der Zoobrücke statt erneute Abzocke der Autofahrer mit Hilfe von Starenkästen – genau das schlägt die Fraktion pro Köln heute in einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses und in der anschließenden Ratssitzung vor. Die Verwaltung solle unter Heranziehung eines Verkehrsingenieurbüros ein alternatives Verkehrskonzept erarbeiten, das besonders die gestiegene Verkehrsdichte und die steigende Zahl der Verkehrsteilnehmer auf der Zoobrücke berücksichtigen solle. Weiter heißt es in dem pro-Köln-Antrag:

„Zu prüfen ist insbesondere die Möglichkeit der Nutzung

1.)   innovativer rechnergesteuerter Informations-Elemente und -Anlagen, die in den letzten Jahren auf deutschen Autobahnen getestet wurden und mit Erfolg in Dauerbetrieb genommen worden sind;

2.)   neuartiger Methoden der Fahrbahnmarkierung, die die Übersichtlichkeit und damit auch das Sicherheitsgefühl erhöhen;

3.)   optischer und akustischer Fahrbahnmarkierungen, die Verkehrsteilnehmer zur Verringerung der Geschwindigkeit zwingen;

4.)   ausgereifter Beleuchtungssysteme an Gefahrenstellen wie Ein- und Ausfahrten, Abbiege- und Einfädelspuren;“

 

Eingereicht wurde dieser Antrag für den Rat am 7. Dezember, für die Sondersitzung des Verkehrsausschusses am 12. Dezember. Am 14. Dezember, also heute, hat sich nun auch die CDU-Fraktion des Themas angenommen, nachdem am Montag im Finanzausschuß die pro-Köln-Änderungsanträge zur Sprache gekommen waren.

Was wird nun in dem CDU-Papier gefordert?

„Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Prüfung alternativer Unfallpräventionsmaßnahmen zur Verringerung der Stauerscheinungen auf der Zoobrücke bzw. auf der Abbiegespur zur Rheinuferstraße. Hierbei ist insbesondere eine durch Fahrbahnmarkierung zu schaffende zweispurige Verkehrsführung auf der Abfahrt zur Rheinuferstraße zu prüfen sowie darüber hinaus eine Führung des Verkehrs durch die vorhandene Schleife unter der Zoobrücke hindurch.“

Dazu erklärt der pro-Köln-Fraktionsgeschäftsführer Manfred Rouhs:

„Alternative Unfallpräventionsmaßnahmen und neue Fahrbahnmarkierungen  - die Formulierungen im CDU-Änderungsantrag kommen mir allesamt ziemlich bekannt vor. Ein paar veränderte Details hier, einige Konkretisierungen da, und schon wird aus einem pro-Köln-Vorschlag ein echter CDU-Geistesblitz! Eigentlich sollte man ja glauben, daß den CDU-Verantwortlichen so offensichtliche Unterschleifversuche peinlich sein müßten. Doch weit gefehlt! Die um einiges größere CDU-Fraktion schreibt völlig ungeniert von pro Köln ab. Wieder einmal ein Beweis dafür, daß nicht immer der größere dem kleineren überlegen ist, sondern oftmals der schnellere oder klügere als Sieger vom Platz geht. In diesem Sinne: Konkurrenz belebt auch das politische Geschäft!“

 

 
 
 

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