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3. Dezember 2007:

Applaus für Giordano

Am 1. Dezember veranstaltete der Zentralrat der Ex-Muslime im Hauptgebäude der Universität zu Köln eine Podiumsdiskussion über die Islamisierung Deutschlands, offizieller Titel: „Aufklären statt verschleiern!“ Den meisten Beifall bekam dabei Ralph Giordano, der ebenso eindeutig wie rhetorisch offensiv gegen den Multi-Kulturalismus Stellung bezog: „Künast, Roth und Ströbele, diese xenophilen, einäugigen Beschwichtigungsdogmatiker, diese Multikulti-Illusionisten, haben uns ein Kuckucksei ins Nest gelegt, und keiner weiß, was da herauskommen wird!“ Während pro Köln für weit harmlosere islamkritische Stellungnahmen des Rechtsextremismus und der Ausländerfeindlichkeit verdächtigt wird, stellte Giordano die rhetorische Frage in den Raum: „Muß in Deutschland erst Blut fließen, daß wir gegen radikale Muslime vorgehen, wie gegen sie vorgegangen werden muß?“

Günter Wallraff wirkte blaß und defensiv mit seiner Forderung nach einer „differenzierten Betrachtung“ und der unbewiesenen Behauptung, die meisten Zuwanderer aus islamischen Ländern seien nicht religiös, wogegen der 84jährige Holocaust-Überlebende in die Vollen ging mit der rhetorischen Frage: „Wenn das Haar der Frauen die Männer in Erregung bringt, wäre es dann nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als die Frauen unter Kopftücher zu zwingen?“ Und mit dem Hinweis, daß der Islam alles andere als eine harmlose Angelegenheit ist: „Es gibt über 200 Stellen im Koran, die auffordern, die Ungläubigen zu töten.“

Günter Wallraff, Michael Schmidt-Salomon und Mina Ahadi (v.l.n.r.) sahen alt aus neben Ralph Giordano.

Wer sich allzu nachgiebig zeigt gegenüber einer religiös ummantelten Ideologie der Intoleranz, schaufelt sein eigenes Grab: „Man kann die Demokratie zu Tode schützen, aber man kann sie auch zu Tode liberalisieren.“ Dies indessen hat Ralph Giordano offenbar nicht vor. Mit ungebrochener Angriffslust eroberte er die Herzen seiner Zuhörer im Sturm.

Schützenhilfe bekam er dabei von Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime, die darauf hinwies, daß dort, wo bereits kleinen Mädchen das Kopftuch verordnet werden würde, islamische Extremisten zu Hause seien. Ahadi forderte: „Die Verschleierung von jungen Mädchen ist eine Form der Kindesmißhandlung und muß als solche vom Staat verboten werden.“

Bei der anschließenden Diskussion fielen eine Handvoll linker Gutmenschen und zwei bärtige muslimische junge Männer, die kaum deutsch sprachen, unangenehm auf, nicht aber die anwesenden pro-Köln-Mitglieder, die mit ihren Auffassungen im Saal konsensfähig waren.

Die Veranstaltung hat gezeigt: Die Bürgerbewegung pro Köln steht mit ihrer Kritik an der Islamisierung Mitteleuropas nicht allein. Der Widerstand gegen den geplanten Bau der DITIB-Großmoschee in Ehrenfeld bekommt eine immer breitere Basis, und die Auseinandersetzung um dieses multi-kulturelle Großprojekt ist noch lange nicht beendet.

„Der Islam verläßt die Hinterhöfe“, frohlockte unlängst der Bund Deutscher Architekten im Zusammenhang mit der Großmoschee-Diskussion. „Die Islamisierungs-Kritik verläßt die Hinterzimmer“, läßt sich dazu ergänzend feststellen. Im Stadtrat, den Bezirksvertretungen und jetzt auch im Herzen der Kölner Universität ist sie jedenfalls bereits angekommen.

Die Podiumsdiskussion vom 1. Dezember 2007 war insofern ein wichtiger Punktsieg für jeden, der die Islamisierung der Domstadt aufhalten oder gar umkehren will. Die Veranstaltung hat einen persönlichen und einen politischen Gewinner: persönlich gewonnen hat Ralph Giordano, der den Nerv des Publikums traf, politisch gewonnen hat die Bürgerbewegung pro Köln, die mit Blick auf die Kommunalwahl 2009 als einzige Kraft in der Domstadt die Islamisierungs-Kritik erfolgreich kanalisieren kann.

   

 
 
 

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