Am 1. Dezember veranstaltete
der Zentralrat der Ex-Muslime im Hauptgebäude der Universität zu Köln eine
Podiumsdiskussion über die Islamisierung Deutschlands, offizieller Titel:
„Aufklären statt verschleiern!“ Den meisten Beifall bekam dabei Ralph
Giordano, der ebenso eindeutig wie rhetorisch offensiv gegen den
Multi-Kulturalismus Stellung bezog: „Künast, Roth und Ströbele, diese xenophilen,
einäugigen Beschwichtigungsdogmatiker, diese Multikulti-Illusionisten, haben uns
ein Kuckucksei ins Nest gelegt, und keiner weiß, was da herauskommen wird!“
Während pro Köln für weit harmlosere islamkritische Stellungnahmen des
Rechtsextremismus und der Ausländerfeindlichkeit verdächtigt wird, stellte
Giordano die rhetorische Frage in den Raum: „Muß in Deutschland erst Blut
fließen, daß wir gegen radikale Muslime vorgehen, wie gegen sie vorgegangen
werden muß?“
Günter Wallraff wirkte blaß und
defensiv mit seiner Forderung nach einer „differenzierten Betrachtung“ und der
unbewiesenen Behauptung, die meisten Zuwanderer aus islamischen Ländern seien
nicht religiös, wogegen der 84jährige Holocaust-Überlebende in die Vollen ging
mit der rhetorischen Frage: „Wenn das Haar der Frauen die Männer in Erregung
bringt, wäre es dann nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als die
Frauen unter Kopftücher zu zwingen?“ Und mit dem Hinweis, daß der Islam alles
andere als eine harmlose Angelegenheit ist: „Es gibt über 200 Stellen im Koran,
die auffordern, die Ungläubigen zu töten.“

Günter Wallraff, Michael
Schmidt-Salomon und Mina Ahadi (v.l.n.r.) sahen alt aus neben Ralph Giordano.
Wer sich allzu nachgiebig zeigt
gegenüber einer religiös ummantelten Ideologie der Intoleranz, schaufelt sein
eigenes Grab: „Man kann die Demokratie zu Tode schützen, aber man kann sie auch
zu Tode liberalisieren.“ Dies indessen hat Ralph Giordano offenbar nicht vor.
Mit ungebrochener Angriffslust eroberte er die Herzen seiner Zuhörer im Sturm.
Schützenhilfe bekam er dabei von
Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime, die darauf hinwies, daß dort, wo
bereits kleinen Mädchen das Kopftuch verordnet werden würde, islamische
Extremisten zu Hause seien. Ahadi forderte: „Die Verschleierung von jungen
Mädchen ist eine Form der Kindesmißhandlung und muß als solche vom Staat
verboten werden.“
Bei der anschließenden
Diskussion fielen eine Handvoll linker Gutmenschen und zwei bärtige muslimische
junge Männer, die kaum deutsch sprachen, unangenehm auf, nicht aber die
anwesenden pro-Köln-Mitglieder, die mit ihren Auffassungen im Saal konsensfähig
waren.
Die Veranstaltung hat gezeigt:
Die Bürgerbewegung pro Köln steht mit ihrer Kritik an der Islamisierung
Mitteleuropas nicht allein. Der Widerstand gegen den geplanten Bau der
DITIB-Großmoschee in Ehrenfeld bekommt eine immer breitere Basis, und die
Auseinandersetzung um dieses multi-kulturelle Großprojekt ist noch lange nicht
beendet.
„Der Islam verläßt die
Hinterhöfe“, frohlockte unlängst der Bund Deutscher Architekten im Zusammenhang
mit der Großmoschee-Diskussion. „Die Islamisierungs-Kritik verläßt die
Hinterzimmer“, läßt sich dazu ergänzend feststellen. Im Stadtrat, den
Bezirksvertretungen und jetzt auch im Herzen der Kölner Universität ist sie
jedenfalls bereits angekommen.
Die Podiumsdiskussion vom 1.
Dezember 2007 war insofern ein wichtiger Punktsieg für jeden, der die
Islamisierung der Domstadt aufhalten oder gar umkehren will. Die Veranstaltung
hat einen persönlichen und einen politischen Gewinner: persönlich gewonnen hat
Ralph Giordano, der den Nerv des Publikums traf, politisch gewonnen hat die
Bürgerbewegung pro Köln, die mit Blick auf die Kommunalwahl 2009 als einzige
Kraft in der Domstadt die Islamisierungs-Kritik erfolgreich kanalisieren kann.