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22. Oktober 2007:

Streit um Kölner Großmoschee eskaliert:

OB Schramma beschimpft Moschee-Gegner als „Geisteskranke“!

Ein Tiefpunkt in der demokratischen Diskussionskultur dieser Stadt wurde am Samstag am Barthonia-Forum in Ehrenfeld erreicht. Im Anschluß an eine öffentliche Diskussion über die Großmoschee soll Oberbürgermeister Fritz Schramma laut „Welt online“ die anwesenden Moscheegegner u.a. als „Geisteskranke“ beschimpft haben. „Welt online“ wörtlich:

„Doch an diesem Mittag lässt sich kaum ein Befürworter blicken, zumindest kein deutscher. Präsent sind die Anhänger der ‚Bürgerbewegung Pro Köln’, eine Wählergemeinschaft, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Nach der Diskussion wird Schramma sagen, er kenne einige der Gesichter schon. Die seien fast immer da, wenn es um die Moschee gehe. ‚Darunter sind bestimmt auch einige Geisteskranke’.“

Ähnlich wie Schramma soll sich laut dem unabhängigen Medienbericht auch Mehmet Günet von der türkisch-islamischen Union DITIB geäußert haben: „… die öffentlichen Diskussionen laufen meistens so ab. Da sind einige Irre, die wollen eben alles zerstören."

Geisteskranke, Irre – ist das die neue politisch korrekte Wortwahl für die Großmoscheegegner, nachdem alle Kritiker zuvor erfolglos als „Rassisten“ und „Ausländerfeinde“ gebrandmarkt werden sollten? Manch ein älterer Mitbürger fühlt sich da an die untergegangene DDR und andere kommunistische Unrechtsstaaten erinnert, in denen politisch Andersdenkende zur „Heilung“ in Psychiatrische Klinken eingewiesen worden sind.

 

Oberbürgermeister Fritz Schramma beschimpfte am Samstag anläßlich einer öffentlichen Diskussion am Barthonia-Forum in Ehrenfeld die Großmoschee-Gegner u.a. als "Geisteskranke".

Foto: koelnermedienfabrik, Stadt Köln

 

Schockierend ist freilich, daß sich im Jahr 2007 der oberste Repräsentant Kölns, Oberbürgermeister Fritz Schramma, zu solchen Äußerungen versteigt! Hat Schramma vergessen, daß laut repräsentativer Umfrage des „Stadt-Anzeigers“ rund zwei Drittel aller Kölner Bürger – Einheimische wie Ausländer – die aktuellen Großmoscheepläne ablehnen?

Wohl kaum. Die öffentliche Diskussion am Barthonia-Forum dürfte ihm die Mehrheitsverhältnisse erneut ins Gedächtnis gerufen haben. Lassen wir noch einmal „Welt online“ zu Wort kommen, das im Gegensatz zu den Multikulti-Jubelberichten in der Kölner Neven-DuMont-Presse ein wohltuend objektives Bild der Veranstaltung liefert. Zu den Reaktionen auf die üblichen Phrasen von Schramma und Bezirksvorsteher Wirges heißt es da zum Beispiel:

„Auf dem Podium philosophieren Schramma und Wirges unterdessen über Integration. ‚Die Moschee soll zeigen, dass die Muslime in der Gesellschaft angekommen sind’, sagt Schramma. Der Ober- und der Bezirksbürgermeister reden über den Rechtsstaat und darüber, dass die Religionsfreiheit auch den Bau von Moscheen garantiert. Doch Gewissheit, dass überhaupt noch jemand zuhört, gibt es erst wieder, als Wirges gehässig ausgelacht wird: Zuvor hatte er gesagt, er träume von einer Gesellschaft, in der Muslime in den Vorständen von Karnevals-Vereinen sitzen. Wirges sieht schon ein bisschen verzweifelt aus, seine Stimme rutscht manchmal ins Piepsige. Applaus bekommt er fast nur von den Türken.“

Vielleicht ist das auch der entscheidende Grund für Schrammas skandalösen Aussetzer. Er und die politische Klasse dieser Stadt erkennen immer deutlicher, daß die Bürgerbewegung pro Köln im Großmoschee-Streit die Mehrheitsmeinung in der einheimischen Bevölkerung vertritt. Schrammas Publikumsbeschimpfung könnte so als ein Akt der Verzweifelung verstanden werden. Dem sozialen Frieden in der Stadt hat der Oberbürgermeister „aller Kölner“ damit einen Bärendienst erwiesen. Wer derartig rüpelhaft Gräben aufreist, der muß sich nicht wundern, wenn die Konflikte sich zuspitzen. Eine Entschuldigung Schrammas wäre das mindeste, was er jetzt zur Entschärfung der Situation tun müßte!

Email an Fritz Schramma: oberbuergermeister@stadt-koeln.de

   

 
 
 

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