In Zollstock ist die geplante
Umwandlung einer katholischen Grundschule in eine zweisprachige
deutsch-türkische Lehranstalt am Widerstand des Generalvikariats gescheitert.
Die St. Nikolaus Schule dürfte sich nicht mehr katholisch nennen, wenn sie
einen muslimischen Lehrer eingestellt hätte, der in türkischer Sprache den
Schülern das islamische Weltbild vermittelt. Genau dies lag in der Absicht des
Schulleiters Alfred Weber, dessen multi-kulturelle Begeisterung durch ein
Machtwort des Generalvikars Dominik Schwaderlapp eingetrübt wurde. Weber beklagt
sich laut „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Nicht nur für unsere türkischen Schüler,
auch für die deutschen wäre das ein tolles Angebot gewesen. Das Beherrschen der
türkischen Sprache ist in Deutschland künftig auch ein Wirtschaftsfaktor, der
Deutschen in Berufen mit viel Personenkontakt Vorteile bringt. Doch die
katholische Kirche hat Probleme mit muslimischen Lehrkräften.“
Das sieht Ludwig Nothelle, der
Vorsitzende der Schulpflegschaft, ganz anders. Der „Stadt-Anzeiger“ zitiert ihn
mit der Äußerung: „Die deutsche Elternschaft wollte das nicht. (…) Da war die
Angst, daß das noch mehr türkische Familien anzieht.“ – Eine Angst, die
keineswegs unbegründet ist. Denn die Vorstellung, Deutsche hätten einen –
womöglich gar beruflichen – Vorteil davon, wenn sie im Dönerladen um die Ecke
ihre Bestellung in türkischer Sprache aufzugeben qualifiziert sind, ist
selbstverständlich illusionär. Türkisch gilt nicht gerade als
Welt-Handelssprache, und es gibt auch keine wissenschaftlich-technische
Disziplin, in der man unbedingt gerade des Türkischen mächtig sein müßte, um
international mithalten zu können. Gewiß kann ein muttersprachlicher Unterricht
für rückkehrwillige Ausländer von Vorteil sein, die eine Zeit lang als Gäste in
Deutschland leben, ihre Zukunft aber nicht hier sehen, sondern in ihrem
Herkunftsland. Aber darum ging es im Falle der St. Nikolaus Schule ja gerade
nicht. Hier sollte eine deutsche Grundschule Beiträge zur Verfestigung der
türkisch-islamischen Parallelgesellschaft leisten. Sie wäre für deutsche Schüler
damit kaum noch attraktiv und hätte zweifellos an Attraktivität für deutsche
Schüler und ihre Eltern verloren.
Wir Kölner haben Grund, dem
Generalvikar für seine mutige, unbequeme Entscheidung gegen die
Doppel-Sprachigkeit der St. Nikolaus Schule dankbar zu sein! Kurzfristig handelt
sich die Kirche damit zwar die Schelte der multi-kulti-begeisterten Gutmenschen
im hiesigen Politikbetrieb ein. Langfristig aber werden ihr die Kölner dankbar
sein dafür, daß sie der Verwässerung christlich-abendländischer Prinzipien
entgegen getreten ist.
Eine Grundschule, deren
muslimische Lehrer in türkischer Sprache das islamische Weltbild vermitteln,
kann alles Mögliche sein, aber eben gerade keine katholische Lehranstalt.
Beliebigkeit und die vollständige Verwässerung des eigenen Standpunktes führen
über kurz oder lang zu dessen Aufgabe. Die Moslems wissen das und verfechten
ihre Sache in Deutschland wie überall in der Welt denkbar offensiv.
Pro Köln sagt dazu: Auch wir
Deutschen haben das Recht, unsere Eigenart zu bewahren!