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30. November 2007:

Nein zum Ausbau des Godorfer Hafens!

Das Umweltforum Kölner Süden - eine parteiunabhängige Bürgerinitiative - hat mehr als 35.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den geplanten Ausbau des Godorfer Hafens bei der Stadt Köln abgegeben. Die große Zahl von Unterschriften, die mehrheitlich von Bürgern aus dem Kölner Süden geleistet worden sind, macht das Ausmaß der Ablehnung deutlich, auf das der von CDU und SPD gemeinsam gefaßte Ratsbeschluß für den Hafenausbau trifft. Die Bürgerbewegung pro Köln hat im Rat wie in der Bezirksvertretung bei allen Abstimmungen gegen den Hafenausbau gestimmt.

Der Fall beruht auf einem klassischen Interessengegensatz: Bestimmte Wirtschafts-Akteure würden vom Hafenausbau profitieren, die Menschen im Kölner Süden aber müßten dafür mit einem Verlust an Lebensqualität bezahlen. Die Urbanisierung der Sürther Aue würde zudem in irreparabler Form das Gemeinwohl aller Kölner beeinträchtigen. Hier ginge ein einmaliges Stück Natur unwiederbringlich verloren, falls sich SPD und CDU durchsetzen sollten.

Formale Voraussetzung für die Gültigkeit des Bürgerbegehrens sind mindesten 25.000 gültige Unterschriften. Mit mehr als 35.000 Unterschriften hat das Umweltforum gute Chancen, diese Hürde zu nehmen. Trotzdem macht sich Manfred Giesen von pro Sürth e.V. – ein unabhängiger Verein, der das Bürgerbegehren mitträgt und keine Untergliederung von pro Köln ist – über die in der Auseinandersetzung mit den Altparteien und der Verwaltung bevorstehenden Schwierigkeiten keine Illusionen. Im Interview mit dem Online-Magazin „report-k.de“ äußerte er: „Wir gehen davon aus, daß die Stadt Köln rechtliche Schritte gegen das Bürgerbegehren vorbereitet. Klar ist, daß die Stadtverwaltung kein Bürgerbegehren will. Auch wenn wir den Rat mit einem erfolgreichen Begehren konfrontieren, erwarten wir, daß die Verwaltung dem Rat eine Ablehnung  nahe legen wird.“

Beim Bürgerbegehren gegen den geplanten Bau der DITIB-Großmoschee in Ehrenfeld war es ähnlich. Die Stadtspitze zog alle Register, um den Kölnern das Recht auf eine Volksabstimmung über das ungeliebte multi-kulturelle Großprojekt zu verweigern. Im Falle des Godorfer Hafenausbaus droht jetzt eine Wiederholung dieses unwürdigen und demokratiefeindlichen Schauspiels.

Die Fraktion pro Köln wird im Rat selbstverständlich für die Annahme des Godorfer Bürgerbegehrens stimmen!

   

 
 
 

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