Am Samstag wurde im Rathaus
das sogenannte Integrationskonzept der Stadt Köln beraten – offenbar bislang
ohne greifbare Ergebnisse. Alles saß beisammen, was sich als multi-kulturell
engagiert versteht: Vertreter der Mehrheitsfraktionen im Rathaus, der
Verwaltungsspitze, diverser Ausländerorganisationen, des Integrationsrates, des
städtischen interkulturellen Referates – und selbstverständlich
Oberbürgermeister Fritz Schramma. Der sonderte Sprechblasen ab: Es gelte, Köln
„zukunftsfähig“ zu machen. Zwischen Deutschen und Ausländern müsse in einem
„wechselseitigen Prozeß“ ein „konstruktives Miteinander“ möglich werden. Und:
„Es muß Platz für das Neue zur Verfügung gestellt werden.“ Was das im einzelnen
bedeutet, ließ Schramma offen.
Handfeste Nullaussagen also.
Tayfun Keltek dagegen, der Vorsitzende des Integrationsrates, weiß, was er will,
nämlich „erhebliche zusätzliche finanzielle Möglichkeiten“ für sein Ressort.
Denn: „Integration gibt es nicht zum Nulltarif.“
Was genau unter „Integration“ zu
verstehen ist, hat die große multi-kulturelle Konsensrunde im Rathaus nicht
geklärt. Die Auflösung der in unserer Stadt bestehenden Parallelgesellschaften,
von denen die türkisch-islamische die mit Abstand größte ist, kann jedenfalls
nicht gemeint sein. Sie wird weder in Angriff genommen, noch im Rahmen des
„Integrationskonzeptes“ bislang überhaupt thematisiert.
Die Lage im Rathaus war am
Samstag geradezu klassisch: Die ausländischen Interessen-Vertreter wissen genau,
worum es geht, nämlich um mehr Kompetenzen und mehr Geld, um Ressourcen also,
mit denen sie das Refugium ihrer jeweiligen Klientel ausbauen wollen. Das läuft
im Ergebnis auf eine Verfestigung der Parallelgesellschaften hinaus. Die
verantwortlichen deutschen Politiker dagegen sind richtungslos und nachgiebig.
Sie überlassen der Ausländer-Lobby die Initiative und sind angestrengt darauf
bedacht, Fehler zu vermeiden, durch die sie ins schlechte Licht der
„Ausländerfeindlichkeit“ gerückt werden könnten.
Pro Köln dagegen fordert eine
wirkliche Integrations-Politik, deren Eckpfeiler lauten: Spracherwerb, Förderung
der schulischen und beruflichen Ausbildung, Eingliederung durch Anerkennung und
Annahme der deutschen Leitkultur. Wer dagegen als Ausländer in seiner
Parallelwelt verbleiben und im deutschen Gemeinwesen vor allem die „erheblichen
finanziellen Möglichkeiten“ als Chancen sieht, die es auszunutzen gilt, der soll
in Deutschland keine Zukunft haben! Zuwanderer, die unser Land nur ausnutzen
statt ihm zu nützen, können sinnvoller weise bei uns in Deutschland
ungünstigstenfalls Gäste auf Zeit sein. Es muß aber mittelfristig möglich sein,
sich von solchen ungebetenen Gästen auch wieder zu trennen!
Dies indessen würde einen
Schwenk in der Zuwanderungspolitik um 180 Grad notwendig machen. Den fordert,
wie der vergangene Samstag wieder einmal gezeigt hat, im Kölner Rat nur die
Bürgerbewegung pro Köln!