Der „Stadt-Anzeiger“ greift
in seiner Ausgabe vom 9. Oktober 2007 mal wieder in die Trickkiste, um die
Bürgerbewegung pro Köln mit Rechtsextremisten in Verbindung zu bringen und mit
Schmutz zu bewerfen (siehe
hier). Passiert ist eigentlich – nichts. In neun langatmigen
Absätzen referiert der Linksaußen-Journalist Detlef Schmalenberg die Entwicklung
von NPD-nahen Schülerzeitungen im halben Bundesgebiet, von denen bislang keine
einzige vor Kölner Schulen verteilt worden ist. Dabei geht er auch auf
vermeintlich oder tatsächlich neonazistische Musikgruppen ein und hebt hervor,
wie verwerflich die Inhalte sind, mit denen solche Kreise die Jugend zu
verderben suchen: Da werden national befreite Zonen eingefordert und hohe Lieder
auf Adolf Hitler gesungen.
Schlimm. Hat aber nichts mit
Köln zu tun.
Dann fügt der Autor nahtlos drei
Absätze über pro Köln und die Schülerzeitung „Objektiv“ an, obwohl wir mit
allem, was in den vorangegangenen Absätzen thematisiert und angeprangert worden
ist, überhaupt nichts zu tun haben. Nicht, daß Schmalenberg ausdrücklich etwas
anderes, sachlich Falsches behaupten würde, was etwa anwaltlich abmahnfähig
wäre. Nein, der Mann paßt auf. Er behauptet nicht, daß die Schülerzeitung
„Objektiv“ zu den NPD-Blättern in einer Beziehung stehen würde oder irgend etwas
mit braunen Musikgruppen zu tun hätte. Warum aber stehen dann die drei Absätze
über pro Köln unter den neun Absätzen über rechtsextreme Szene-Blätter? Doch
offenbar nur, um die Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitskreises Jugend unserer
Bürgerbewegung mit abseitigen Inhalten in Verbindung bringen zu können!
Das hat mit Journalismus nichts
zu tun und soll offenbar die Leser des „Stadt-Anzeigers“ hinters Licht führen.
Frei nach dem Motto: Irgend etwas bleibt hängen. Die wahllose Aneinanderreihung
unterschiedlicher politischer Richtungen und Aktivitäten ist aber in diesem Fall
relativ leicht zu durchschauen und sollte Sie wachsam machen: Bitte glauben Sie
nicht alles, was in der Zeitung steht! Machen Sie sich ein eigenes Bild! Und vor
allem: Werden Sie mißtrauisch, wenn irgend jemand den Eindruck zu erwecken
versucht, pro Köln würde mit Rechtsextremisten gemeinsame Sache machen – das ist
nicht mehr und nicht weniger als eine billige propagandistische Masche, um
unsere Kritik an den politischen Zuständen in der Domstadt in Mißkredit zu
bringen!