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29. November 2007:

Konzertierte Aktion gegen Gewalt- und Drogenkriminalität

In einem Antrag für die Sitzung des Rates am 13. Dezember 2007 fordert die Fraktion pro Köln ein Konzept für eine konzertierte Aktion der Stadt Köln zusammen mit Eltern, Schulen, Polizei und Justiz zur Bekämpfung der Gewalt- und Drogenkriminalität in Köln. Zielgruppe sollen insbesondere junge Männer mit Zuwanderungshintergrund in den bildungsfernen Schichten sein, die ausweislich aktueller Stellungnahmen aus dem Düsseldorfer Justizministerium oft mit solchen Straftaten zu tun haben.

Den Angaben aus der nordrhein-westfälischen Landesregierung zufolge sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr etwa 190.000 Personen verurteilt worden, weil sie eine Straftat begangen haben. Das sind zwar drei Prozent weniger als in 2005, aber die Gewalt- und Drogendelikte, bei denen Jugendliche die Täter sind, haben zugenommen. Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren weisen das größte „Kriminalitätskonto“ aus. So wurde 2006 fast jeder 30. Heranwachsende wegen einer Straftat verurteilt. Der Anteil der nichtdeutschen Täter ist landesweit auf 22,7 Prozent angewachsen. Von ihnen sind mehr als 80 Prozent Männer.

Die steigende Gewaltkriminalität bekommt die Polizei auch in Köln nicht mehr in den Griff. Fast jede achte Verurteilung betraf im vergangenen Jahr ein Gewaltdelikt. Bei Jugendlichen war in 2006 landesweit im Bereich der Gewaltdelikte ein Zuwachs von 9,6 Prozent gegenüber 2005 festzustellen. Die Drogen-Kriminalität erreichte in Nordrhein-Westfalen mit 15.000 Verurteilungen – eine Zunahme von 4,9 Prozent - einen neuen Höchststand. Die Zahl der von jungen Menschen begangenen Körperverletzungen ist in den letzten 20 Jahren um das dreieinhalbfache angestiegen, wobei die Täter häufig den bildungsfernen Schichten angehören.

Diese Entwicklung macht ein zielgruppenspezifisches Eingreifen der öffentlichen Hand nötig. Die Fraktion pro Köln fordert, daß die Stadt Köln dafür die Initiative ergreift!

   

 
 
 

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