In
einem Antrag für die Sitzung des Rates am 13. Dezember 2007 fordert die Fraktion
pro Köln ein Konzept für eine konzertierte Aktion der Stadt Köln zusammen mit
Eltern, Schulen, Polizei und Justiz zur Bekämpfung der Gewalt- und
Drogenkriminalität in Köln. Zielgruppe sollen insbesondere junge Männer mit
Zuwanderungshintergrund in den bildungsfernen Schichten sein, die ausweislich
aktueller Stellungnahmen aus dem Düsseldorfer Justizministerium oft mit solchen
Straftaten zu tun haben.
Den
Angaben aus der nordrhein-westfälischen Landesregierung zufolge sind in
Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr etwa 190.000 Personen verurteilt worden,
weil sie eine Straftat begangen haben. Das sind zwar drei Prozent weniger als in
2005, aber die Gewalt- und Drogendelikte, bei denen Jugendliche die Täter sind,
haben zugenommen. Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren weisen das größte
„Kriminalitätskonto“ aus. So wurde 2006 fast jeder 30. Heranwachsende wegen
einer Straftat verurteilt. Der Anteil der nichtdeutschen Täter ist landesweit
auf 22,7 Prozent angewachsen. Von ihnen sind mehr als 80 Prozent Männer.
Die
steigende Gewaltkriminalität bekommt die Polizei auch in Köln nicht mehr in den
Griff. Fast jede achte Verurteilung betraf im vergangenen Jahr ein Gewaltdelikt.
Bei Jugendlichen war in 2006 landesweit im Bereich der Gewaltdelikte ein Zuwachs
von 9,6 Prozent gegenüber 2005 festzustellen. Die Drogen-Kriminalität erreichte
in Nordrhein-Westfalen mit 15.000 Verurteilungen – eine Zunahme von 4,9 Prozent
- einen neuen Höchststand. Die Zahl der von jungen Menschen begangenen
Körperverletzungen ist in den letzten 20 Jahren um das dreieinhalbfache
angestiegen, wobei die Täter häufig den bildungsfernen Schichten angehören.
Diese
Entwicklung macht ein zielgruppenspezifisches Eingreifen der öffentlichen Hand
nötig. Die Fraktion pro Köln fordert, daß die Stadt Köln dafür die Initiative
ergreift!