Startseite   |   Suchen   |   Kontakt   |   Archiv   |   Impressum             

 
 

Programm
Kommunalwahl
Moscheebau
Korruption
Kriminalität
Ausgrenzung
Mitgliedschaft

 
 

15. Oktober 2007:

Bezirksvorsteher wollen mehr Geld

Der Porzer Bezirksvorsteher Horst Krämer fühlt sich unterbezahlt. 600 Euro monatliche Aufwandsentschädigung und ein Repräsentationsetat von 6.000 Euro erscheinen ihm als zu knapp bemessen. Zuspruch bekommt er, der CDU-Mann, über Parteigrenzen hinweg aus der Innenstadt vom grünen Bezirksvorsteher Andreas Hupke und von Josef Wirges, SPD, aus Ehrenfeld. Sonst streitet man sich gerne, aber wenn es ums Geld geht, sind sich die Vertreter der Altparteien einig: Davon kann man gar nicht genug haben!

Der „Express“ vom 13. Oktober 2007 macht die Forderung des Triumvirats öffentlich, „daß sie bei der Fülle ihrer Aufgaben professionell ausgestattet werden“. Denn man nimmt ja schließlich den Ratspolitikern wichtige, dringend zu erledigende Aufgaben ab. Andreas Hupke weiß, wo seine Kernkompetenz liegt: „Der Rat muß sich nicht mit jedem Hundehaufen beschäftigen.“

In dem Artikel bezeichnen sich die drei Bezirksvorsteher dann auch konsequent selbst als das, was sie gerne wären: als „Bezirksbürgermeister“. Bislang ein Titel ohne Mittel, und noch nicht einmal ein offizieller. Verzicht ist nicht die Stärke der Kölner Kommunalpolitiker, sie streben nach Höherem. Statt den selbst verliehenen Titel aufzugeben, wollen sie eine Angleichung der Finanzzuwendungen an ihre Wunschvorstellungen herbeibetteln.

Herrn Bezirkschef Kremer & Co. scheint dabei völlig die Haushaltslage aus dem Blickfeld entrückt zu sein. Die Stadt hat 2,5 Milliarden Euro Schulden, die angestrebte Anhebung der Politiker-Bezüge müßte aus neuen Krediten finanziert und dementsprechend vom Steuerzahler verzinst werden.

Und das in den Zeiten von Hartz IV! Für die meisten Kölner würde ein Zuschuß von monatlich 600 Euro die Haushaltskasse spürbar aufbessern und zweifellos dankend angenommen werden. Und zwar erst recht, wenn er bezahlt wird nicht nur dafür, daß er sich – um bei der Perspektive von Herrn Hupke zu bleiben – mit den Hundehaufen im Veedel beschäftigt, sondern für eine vorwiegend repräsentative, also angenehme Tätigkeit, bei der die Bezirksvorsteher oft nicht auf ihren Repräsentationsetat zurückgreifen müssen, weil sie zum Beispiel von Firmen oder Vereinen eingeladen und großzügig beköstigt werden.

Horst Krämer und seine Mitstreiter für höhere Politikerbezüge verlieren offenbar die Bodenhaftung. Ihr Ruf nach mehr Geld ertönt zur Unzeit. Die Fraktion pro Köln in der Bezirksvertretung Porz weist Krämers Ansprüche zurück und fordert zum Maßhalten und zur Sparsamkeit auf!

   

 
 
 

Geschichte
Stadtbezirke
Fraktionen
Zeitung "pro Köln"
Anträge Stadtrat
Anträge Ausschüsse
Anträge Bezirke
 

 ZURÜCK ZUM SEITENANFANG

© COPYRIGHT 2005 BÜRGERBEWEGUNG PRO KÖLN E.V.