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5. November 2007:

Interne Ermittlungen gegen Gustav Adolf Schröder (SPD)

Die Innenrevision der Sparkasse KölnBonn hat Ermittlungen gegen ihren früheren Vorstandsvorsitzenden Gustav Adolf Schröder (64, SPD) eingeleitet. Man wolle „mit Unterstützung unabhängiger Wirtschaftsprüfer jeden Stein in der Sparkasse umdrehen“, zitiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Schröders Nachfolger Dietmar P. Binkowska. Dabei geht es um ein für das öffentlich-rechtliche Geldinstitut denkbar schlechtes Geschäft im Zusammenhang mit dem Coloneum in Ossendorf.

Laut „Stadt-Anzeiger“ soll sich der Fernsehsender ProSieben Sat1 mit sieben Millionen  Euro aus einschlägigen vertraglichen Verpflichtungen freigekauft haben, als sich das „Hollywood am Rhein“ zu einem Verlustgeschäft entwickelte. Den Angaben zu Folge soll die Sparkasse nicht zu den Gewinnern der „Causa Coloneum“ gehören, anders als der umstrittene Oppenheim-Esch-Immobilienfonds, an den die Mietzahlungen aus dem Geschäft fließen. Der Fonds, dessen Profiteure öffentlicht nicht bekannt sind, hat bereits beim Bau der neuen Messehallen in Deutz gute Geschäfte gemacht, was man diesbezüglich von der Stadt Köln nicht behaupten kann.

Als es im Falle Coloneum manchen Beteiligten darum ging, von eingegangenen Verpflichtungen angesichts absehbarer Verluste los zu kommen, soll dem „Stadt-Anzeiger“-Bericht zufolge ein Schreiben von Gustav Adolf Schröder aufgetaucht sein, mit dem Gesellschafter von Verpflichtungen bei der Mietgarantie freigestellt worden sein sollen. Geprüft wird nun, ob diese Vereinbarung überhaupt gültig ist. Denn nach dem Vier-Augen-Prinzip müssen bei der Sparkasse immer zwei Personen einen Vertrag unterschreiben. Der jetzt in Rede stehende Brief trägt aber nur eine Unterschrift: die von Gustav Adolf Schröder!

Wieder einmal erweist sich die personelle Parteipolitisierung der öffentlich-rechtlichen stadtnahen Unternehmen als Fehler. Warum muß mal ein CDU-Klüngelbruder und mal einer von der SPD in die wichtigen Posten gehievt werden? – Die politische Verschwisterung schafft Abhängigkeiten und führt zur Herausbildung von Seilschaften, die kaum ein Mensch durchschaut. Pro Köln fordert: Schluß damit! Bei der Besetzung von Ämtern stadtnaher Unternehmen sollen Parteimitglieder außen vor bleiben. Nur die Qualifikation darf zählen. Und: Die Verantwortlichen sollten so unabhängig sein wir irgend möglich. Und das sind parteigebundene Akteure nie!

   

 
 
 

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