Ein Interview der politischen
Zeitschrift „Cicero“ mit der Islamexpertin und Sozialwissenschaftlerin Necla
Kelek bestätigt die Kritik der Bürgerbewegung pro Köln am geplanten Bau einer
DITIB-Großmoschee in Ehrenfeld in allen wesentlichen Punkten und befördert
zudem an den Tag, daß uns die alten politischen Kräfte in einer wesentlichen
Frage im Zusammenhang mit diesem Projekt an der Nase herumgeführt haben sollen: der
Frage der Finanzierung. Die Groß-Moschee würde allein von der DITIB
finanziert werden, hieß es immer wieder. Jetzt aber heißt es, in
Ehrenfeld würden 7,5 Millionen Euro aus EU-Töpfen verbaut werden. Da die
Bundesrepublik Deutschland der größte Netto-Zahler der Europäischen Union ist,
würde in diesem Fall über den Brüsseler Umweg unser aller Steuergeld den DITIB-Prunkbau
möglich machen!
Necla Kelek merkt in dem
Interview zur Finanzierungsfrage an:
„Woher kommt das Geld? Die Moschee in Köln soll 25 Millionen Euro kosten. 7,5
Millionen sind EU-Mittel. Um den Rest aufzubringen, müßte jeder der behaupteten
100.000 Muslime in Köln und Umgebung pro Kopf 175 Euro spenden. Wer’s glaubt,
wird selig. Die DITIB, der Bauherr der Moschee, ist ein Ableger der mächtigen
und finanzstarken türkischen Religionsbehörde und die hat im Moment 800 Beamte
hierher entsandt. Der Etat dieser Behörde ist nach dem des Militärs der höchste
Posten im türkischen Haushalt. Für mich ist der Bau der Kölner Moschee keine
Frage von Religionsfreiheit und auch kein Zeichen der Integration. Sie ist die
Botschaft des türkischen Staatsislam in Deutschland.“
Pro
Köln hat also wieder einmal recht behalten: Die DITIB-Moschee ist ein Stück
Infrastruktur der türkischen Regierung auf deutschem Boden, mitten in Köln.
Eines
der ersten Flugblätter der Bürgerbewegung gegen den DITIB-Großmoscheebau war mit
einem Bild der Hagia Sophia in Istanbul illustriert. Als das Flugblatt erschien,
gab es noch keine Modelle vom Ehrenfelder Bauvorhaben. Das Bild von der Hagia
Sophia diente der Illustration des geplanten Baustils, seine Verwendung wurde
von den Großmoschee-Befürwortern als „Irreführung“ und „Panikmache“
angeprangert. Jetzt äußert Necla Kelek im „Cicero“-Interview:
„Das Vorbild für den Kuppelbau
und die Minarette ist die Hagia Sophia in Istanbul, die von den Osmanen eroberte
größte christliche Kirche ihrer Zeit. Wenn die von der türkischen Regierung
abhängige DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) so baut,
ist das nicht nur eine ästhetische Frage, sondern es soll ein Zeichen gesetzt
werden: Seht her, wir sind jetzt hier, und uns hat keiner reinzureden.
Architektur ist Zeichensprache wie das Kopftuch oder der Tschador.“
Pro Köln hat also bereits mit
den ersten Flugblättern gegen die DITIB-Großmoschee voll ins Schwarze getroffen!
Auch das immer wieder zu hörende
Argument, man dürfe doch den in Köln lebenden Moslems, die ja mittlerweile so
viele seien, das Recht auf ein repräsentatives Gotteshaus nicht streitig machen,
greift ins Leere. Necla Kelek stellt klar:
„Die liberalen Westler denken,
eine Moschee sei im Prinzip das Gleiche wie eine Kirche oder eine Synagoge – ist
sie aber nicht. Islam heißt ‚Unterwerfung’. Es gab keine kritische
Selbstreflexion der muslimischen Gemeinschaften, sie haben sich keinen Schritt
bewegt. Ich lerne in der Moschee nicht Nächstenliebe und ein guter Mensch zu
sein, sondern mich zu unterwerfen. Auch dies wäre zu akzeptieren, wenn es eine
Beziehung zwischen dem Gläubigen und seinem Gott ausdrücken würde. Aber es ist
in der Regel die Unterwerfung unter ein Kollektiv mit aggressiven
Machtansprüchen im Diesseits.“
Unterstützung aus Keleks
Äußerungen gegenüber „Cicero“ zieht pro Köln auch mit der Kritik an dem
Gesamtvorhaben, an der Venloer Straße ein Stück islamische Parallelewelt mit
Einkaufsbereich und Koranschule einzurichten. Die Islamkennerin macht klar, was
in der geplanten Koranschule vor sich gehen wird:
„Das ist ein dumpfes Pauken ohne
jegliches Verständnis, geschweige denn Kritik. Die kleinen Jungen lernen dort
nur, sich dem Imam zu unterwerfen. Es gibt ja keine Institution, die das
überprüft. Was der Imam sagt, ist Gesetz. Da werden keine Bürger erzogen,
sondern Untertanen. Warum kümmern sich die Imame nicht um zwangsverheiratete
Mädchen, um geschlagene oder vergewaltigte Kinder?“
Zudem äußert Frau Kelek in dem
Interview:
„Die
geplante Dimension des Kölner Moscheebaus ist eine politische Demonstration des
türkischen Islam in Stein. Die muslimische Gegengesellschaft will
gesellschaftsfähig werden, und der Gemeinde wird durch die helal (reinen)
Geschäfte auf dem Gelände bedeutet: Kauft bei Muslimen.“
Fazit: Pro Köln hatte mit der Kritik am Großmoschee-Projekt von Anfang an Recht,
die Moscheebau-Befürworter dagegen haben die Öffentlichkeit an der Nase
herumgeführt. Für unseren politischen Widerstand gegen die DITIB-Baupläne gibt
uns das „Cicero“-Interview mit Necla Kelek vollen Rückenwind.
Pro
Köln bleibt in Ehrenfeld am Ball und wird weiterhin jede Möglichkeit nutzen, den
Großmoschee-Bau zu verhindern!