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29. Oktober 2007:

DITIB-Moscheebau soll unser Steuergeld kosten!

Ein Interview der politischen Zeitschrift „Cicero“ mit der Islamexpertin und Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek bestätigt die Kritik der Bürgerbewegung pro Köln am geplanten Bau einer DITIB-Großmoschee in Ehrenfeld  in allen wesentlichen Punkten und befördert zudem an den Tag, daß uns die alten politischen Kräfte in einer wesentlichen Frage im Zusammenhang mit diesem Projekt an der Nase herumgeführt haben sollen: der Frage der Finanzierung. Die Groß-Moschee würde allein von der DITIB finanziert werden, hieß es immer wieder. Jetzt aber heißt es, in Ehrenfeld würden 7,5 Millionen Euro aus EU-Töpfen verbaut werden. Da die Bundesrepublik Deutschland der größte Netto-Zahler der Europäischen Union ist, würde in diesem Fall über den Brüsseler Umweg unser aller Steuergeld den DITIB-Prunkbau möglich machen!

Necla Kelek merkt in dem Interview zur Finanzierungsfrage an:

„Woher kommt das Geld? Die Moschee in Köln soll 25 Millionen Euro kosten. 7,5 Millionen sind EU-Mittel. Um den Rest aufzubringen, müßte jeder der behaupteten 100.000 Muslime in Köln und Umgebung pro Kopf 175 Euro spenden. Wer’s glaubt, wird selig. Die DITIB, der Bauherr der Moschee, ist ein Ableger der mächtigen und finanzstarken türkischen Religionsbehörde und die hat im Moment 800 Beamte hierher entsandt. Der Etat dieser Behörde ist nach dem des Militärs der höchste Posten im türkischen Haushalt. Für mich ist der Bau der Kölner Moschee keine Frage von Religionsfreiheit und auch kein Zeichen der Integration. Sie ist die Botschaft des türkischen Staatsislam in Deutschland.“

Pro Köln hat also wieder einmal recht behalten: Die DITIB-Moschee ist ein Stück Infrastruktur der türkischen Regierung auf deutschem Boden, mitten in Köln.

Eines der ersten Flugblätter der Bürgerbewegung gegen den DITIB-Großmoscheebau war mit einem Bild der Hagia Sophia in Istanbul illustriert. Als das Flugblatt erschien, gab es noch keine Modelle vom Ehrenfelder Bauvorhaben. Das Bild von der Hagia Sophia diente der Illustration des geplanten Baustils, seine Verwendung wurde von den Großmoschee-Befürwortern als „Irreführung“ und „Panikmache“ angeprangert. Jetzt äußert Necla Kelek im „Cicero“-Interview:

„Das Vorbild für den Kuppelbau und die Minarette ist die Hagia Sophia in Istanbul, die von den Osmanen eroberte größte christliche Kirche ihrer Zeit. Wenn die von der türkischen Regierung abhängige DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) so baut, ist das nicht nur eine ästhetische Frage, sondern es soll ein Zeichen gesetzt werden: Seht her, wir sind jetzt hier, und uns hat keiner reinzureden. Architektur ist Zeichensprache wie das Kopftuch oder der Tschador.“

Pro Köln hat also bereits mit den ersten Flugblättern gegen die DITIB-Großmoschee voll ins Schwarze getroffen!

Auch das immer wieder zu hörende Argument, man dürfe doch den in Köln lebenden Moslems, die ja mittlerweile so viele seien, das Recht auf ein repräsentatives Gotteshaus nicht streitig machen, greift ins Leere. Necla Kelek stellt klar:

„Die liberalen Westler denken, eine Moschee sei im Prinzip das Gleiche wie eine Kirche oder eine Synagoge – ist sie aber nicht. Islam heißt ‚Unterwerfung’. Es gab keine kritische Selbstreflexion der muslimischen Gemeinschaften, sie haben sich keinen Schritt bewegt. Ich lerne in der Moschee nicht Nächstenliebe und ein guter Mensch zu sein, sondern mich zu unterwerfen. Auch dies wäre zu akzeptieren, wenn es eine Beziehung zwischen dem Gläubigen und seinem Gott ausdrücken würde. Aber es ist in der Regel die Unterwerfung unter ein Kollektiv mit aggressiven Machtansprüchen im Diesseits.“

Unterstützung aus Keleks Äußerungen gegenüber „Cicero“ zieht pro Köln auch mit der Kritik an dem Gesamtvorhaben, an der Venloer Straße ein Stück islamische Parallelewelt mit Einkaufsbereich und Koranschule einzurichten. Die Islamkennerin macht klar, was in der geplanten Koranschule vor sich gehen wird:

„Das ist ein dumpfes Pauken ohne jegliches Verständnis, geschweige denn Kritik. Die kleinen Jungen lernen dort nur, sich dem Imam zu unterwerfen. Es gibt ja keine Institution, die das überprüft. Was der Imam sagt, ist Gesetz. Da werden keine Bürger erzogen, sondern Untertanen. Warum kümmern sich die Imame nicht um zwangsverheiratete Mädchen, um geschlagene oder vergewaltigte Kinder?“

Zudem äußert Frau Kelek in dem Interview:

„Die geplante Dimension des Kölner Moscheebaus ist eine politische Demonstration des türkischen Islam in Stein. Die muslimische Gegengesellschaft will gesellschaftsfähig werden, und der Gemeinde wird durch die helal (reinen) Geschäfte auf dem Gelände bedeutet: Kauft bei Muslimen.“

Fazit: Pro Köln hatte mit der Kritik am Großmoschee-Projekt von Anfang an Recht, die Moscheebau-Befürworter dagegen haben die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt. Für unseren politischen Widerstand gegen die DITIB-Baupläne gibt uns das „Cicero“-Interview mit Necla Kelek vollen Rückenwind.

Pro Köln bleibt in Ehrenfeld am Ball und wird weiterhin jede Möglichkeit nutzen, den Großmoschee-Bau zu verhindern!

 


Aktualisierung vom 31. Oktober 2007:

Die türkische-islamische Union DITIB hat Äußerungen der Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek in einem Interview mit der politischen Zeitschrift „Cicero“ dementiert, nach denen der geplante Bau einer Groß-Moschee in Ehrenfeld mit 7,5 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert werden soll. Der DITIB-Sprecher Emin Özcan äußerte dazu: „Es gibt keine EU-Gelder für den Bau. Es gibt auch keine Vorbereitungen, einen solchen Antrag auf EU-Zuschüsse zu stellen. Wir wissen nicht, wie Frau Kelek dazu kommt, so etwas zu sagen.“

Der Bau einer Moschee kann prinzipiell nicht mit Steuergeldern gefördert werden, auch nicht auf dem Umweg über Brüssel. In Duisburg war allerdings ein Begegnungszentrum innerhalb der dortigen DITIB-Moschee mit EU-Geldern subventioniert worden. Die Fraktion pro Köln holt mit einer Anfrage in der Ratssitzung am 8. November eine offizielle Stellungnahme der Stadt Köln zu den Äußerungen von Frau Kelek ein.

   

 
 
 

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