Während der Ehrenfelder
CDU-Chef Jörg Uckermann inzwischen teilweise 100prozentige pro-Köln-Positionen
vertritt, übt sich sein Parteifreund, Oberbürgermeister Fritz Schramma, weiter
in selbstherrlicher Multikulti-Verteidigung. Der Bebauungsplan für die
DITIB-Großmoschee in Ehrenfeld solle laut Schramma spätestens bis Ende des
Jahres stehen. „Ich will das Thema aus dem Kommunalwahlkampf 2009 unbedingt
heraushalten“, betonte der „Musterdemokrat“ Schramma heute im „Stadt-Anzeiger“.
Und weiter: „Die architektonische Lösung im jetzigen Entwurf ist im Prinzip sehr
gut. Man kann nicht einfach die Minarette kleiner machen.“ Der Dombaumeisterin
Barbara Schock-Werner, die sich kritisch zur Höhe der beiden 55-Meter-Minarette
geäußert hatte, schrieb der „christdemokratische“ Schramma ins Stammbuch: „Frau
Schock-Werner soll sich um den Dom kümmern, da macht sie einen guten Job.“
Ganz andere Töne zum
Moscheebau waren dagegen vom stellvertretenden Ehrenfelder Bezirksbürgermeister,
dem örtlichen CDU-Vorsitzenden Jörg Uckermann, am Dienstag in der „Bild Köln“ zu
vernehmen:
„Das kann zu einer
türkischen Dominanz im Stadtteil führen. Es wird die Abschottung der Türken
gegenüber der deutschen Gesellschaft fördern. Deutsch wird hier Fremdsprache
bleiben.“ Zur schon stellenweise existierenden türkischen Parallelgesellschaft
im Stadtteil meint Uckermann: „Hier waren früher deutsche Unternehmen, die
wurden gekündigt. Die Häuser gehören der DITIB und es gibt hier nur noch
türkische Unternehmen … Die Y-Häuser (im Ossendorfer Weg) waren mal als Projekt
für modernes Wohnen im Grünen geplant. Heute beklagen Anwohner sich bei mir,
trauen sich wegen Jugendbanden nicht mehr auf die Straße.“
Dazu erklärt der
pro-Köln-Stadtrat Bernd M. Schöppe:
„Herr Uckermann vertritt
bei den Problemen der Ghettoisierung, Überfremdung und Islamisierung Ehrenfelds
inzwischen lupenreine pro-Köln-Positionen. Als Ratsmitglied aus dem Stadtbezirk
Ehrenfeld würde ich es mir allerdings wünschen, daß Herr Uckermann seinen
mutigen Worten auch in der Bezirksvertretung Ehrenfeld die passenden Taten
folgen lassen würde, wenn zum Beispiel pro Köln moscheekritische Anträge in das
Gremium einbringt. Doch immerhin sucht Herr Uckermann – ohne die üblichen
Ausgrenzungsrituale - das Gespräch mit allen Großmoschee-Gegnern. Das
unterscheidet ihn von seinem CDU-Parteifreund Schramma, der anscheinend nichts
dazu gelernt hat. Oberbürgermeister Schramma steht beispielhaft für das
politisch schizophrene Verhalten der CDU in Sachen Großmoschee. Vor Ort dem
Druck der einheimischen Bevölkerung verbal nachgeben, aber im Stadtrat immer für
die Pläne der türkisch-islamischen Union DITIB stimmen. Diese verlogene Politik
wird allerdings von vielen Bürgern durchschaut. Bei den nächsten Wahlen werden
die Großmoschee-Gegner deshalb sicherlich zwischen dem Original und den
unaufrichtigen Nachahmern unterscheiden können!“