Asylbewerber alleingelassen
Die Kölner Sozialdezernentin Marlis
Bredehorst (Grüne) tritt stets betont multi-kulturell, kosmopolitisch und
experimentierfreudig auf – und doch werden unter ihrer Verantwortung
Asylbewerber in Container weggesteckt und sich selbst überlassen. Weil es
selbstverständlich langweilig ist, den ganzen Tag in einem von der Stadt
bereitgestellten Wohncontainer zu sitzen und auf bessere Zeiten zu warten,
entwickelt ein Teil der problematischen Klientel dann Eigeninitiative und geht
im Veedel auf Erkundungstour. Gelegentlich werden Wohlstandsunterschiede
gegenüber der Nachbarschaft in Eigeninitiative ausgeglichen: Fahrräder
verschwinden, Wertgegenstände kommen abhanden. Zudem sind Ruhestörungen und
Belästigungen an der Tagesordnung. Eine dumme Sache für alle Beteiligten.
Auch aus Weiden mehren sich die Beschwerden. Hier sind die
Anwohner vor allem verblüfft darüber, daß die in Rede stehende Klientel komplett
alleinlassen wird und sie selbst bei der Stadt für ihre Probleme keinen Ansprechpartner
haben. Pro Köln hat deshalb in der Bezirksvertretung Lindenthal eine Anfrage
gestellt und will wissen:
1.) Wie groß ist die Zahl der Asylbewerber,
die von der Stadt Köln in den Wohncontainern in Weiden untergebracht worden
sind?
2.) Gibt es vor Ort Ansprechpartner der Stadt
Köln für die Asylbewerber und deren Nachbarn? Falls nein, wie will die Stadt dem
künftig abhelfen?
3.) Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung
über Beschwerden im Zusammenhang mit Ruhestörungen und Belästigungen vor?
Darauf wird
das Dezernat von Frau Bredehorst reagieren müssen. Die grüne Dame hat sich heute
erst über den Ausstieg der Stadt Karlsruhe aus dem Heroin-Programm mehrerer
deutscher Kommunen geäußert, das sie „mit Bestürzung“ zur Kenntnis genommen hat.
Sie ist selbstverständlich der Auffassung, daß Drogenkranke unter bestimmten
Umständen legal mit Heroin versorgt werden sollten, der Multi-Kulturalismus eine
gute Sache ist und Köln im Zweifelsfall noch mehr Asylbewerber verkraften kann.
Und daß wir Landfahrer (früher vom Volksmund Zigeuner genannt) aus aller Welt
dazu ermuntern sollten, nach Köln zu kommen. Einem derart auffallend „guten
Menschen“ wie Frau Bredehorst wird es zweifellos gelingen, für die
Container-Bewohner in Weiden eine städtische Betreuung zu organisieren. Die
Anwohner würden es ihr zu danken wissen!