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29. Juli 2008:

Asylbewerber alleingelassen

Die Kölner Sozialdezernentin Marlis Bredehorst (Grüne) tritt stets betont multi-kulturell, kosmopolitisch und experimentierfreudig auf – und doch werden unter ihrer Verantwortung Asylbewerber in Container weggesteckt und sich selbst überlassen. Weil es selbstverständlich langweilig ist, den ganzen Tag in einem von der Stadt bereitgestellten Wohncontainer zu sitzen und auf bessere Zeiten zu warten, entwickelt ein Teil der problematischen Klientel dann Eigeninitiative und geht im Veedel auf Erkundungstour. Gelegentlich werden Wohlstandsunterschiede gegenüber der Nachbarschaft in Eigeninitiative ausgeglichen: Fahrräder verschwinden, Wertgegenstände kommen abhanden. Zudem sind Ruhestörungen und Belästigungen an der Tagesordnung. Eine dumme Sache für alle Beteiligten.

Auch aus Weiden mehren sich die Beschwerden. Hier sind die Anwohner vor allem verblüfft darüber, daß die in Rede stehende Klientel komplett alleinlassen wird und sie selbst bei der Stadt für ihre Probleme keinen Ansprechpartner haben. Pro Köln hat deshalb in der Bezirksvertretung Lindenthal eine Anfrage gestellt und will wissen:

1.) Wie groß ist die Zahl der Asylbewerber, die von der Stadt Köln in den Wohncontainern in Weiden untergebracht worden sind?

2.) Gibt es vor Ort Ansprechpartner der Stadt Köln für die Asylbewerber und deren Nachbarn? Falls nein, wie will die Stadt dem künftig abhelfen?

3.) Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung über Beschwerden im Zusammenhang mit Ruhestörungen und Belästigungen vor?

Darauf wird das Dezernat von Frau Bredehorst reagieren müssen. Die grüne Dame hat sich heute erst über den Ausstieg der Stadt Karlsruhe aus dem Heroin-Programm mehrerer deutscher Kommunen geäußert, das sie „mit Bestürzung“ zur Kenntnis genommen hat. Sie ist selbstverständlich der Auffassung, daß Drogenkranke unter bestimmten Umständen legal mit Heroin versorgt werden sollten, der Multi-Kulturalismus eine gute Sache ist und Köln im Zweifelsfall noch mehr Asylbewerber verkraften kann. Und daß wir Landfahrer (früher vom Volksmund Zigeuner genannt) aus aller Welt dazu ermuntern sollten, nach Köln zu kommen. Einem derart auffallend „guten Menschen“ wie Frau Bredehorst wird es zweifellos gelingen, für die Container-Bewohner in Weiden eine städtische Betreuung zu organisieren. Die Anwohner würden es ihr zu danken wissen!
 

 
 
 

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