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7. Juli 2008:

DITIB pfeift im Walde

Die türkisch-islamische Union DITIB hat mit einer öffentlichen Stellungnahme auf Meldungen über politische Schwierigkeiten reagiert, die im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Groß-Moschee in Ehrenfeld entstanden sind. Ditib-Vertreter Hasan Karaca sei falsch verstanden worden, als er geäußert habe: „Wir könnten aus juristischer Sicht die Moschee bauen, aber aus politischen Gründen müssen wir abwarten.“ Man ginge davon aus, daß im August über den eingereichten Bauantrag entschieden werden würde.

Karacas Äußerung fiel beim „Rat der Religionen“, und da waren die Moscheebau-Befürworter unter sich. Bei solchen Gelegenheiten plaudert es sich selbstverständlich viel ungezwungener als im Rampenlicht der Öffentlichkeit, und da kann ohne weiteres schon einmal eine unbedachte Äußerungen fallen, die ungewollt einen Weg in die Öffentlichkeit findet. Dumm gelaufen. Aber doch bezeichnend für die Stimmung, die bei der DITIB herrscht.

Laut Druckausgabe des „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom 7. Juli 2008 stellt nun also der Vorsitzende der DITIB, Sadi Arslan, klar: „Wir sind weiter zuversichtlich, daß der uns vom Architekten genannte Bauzeitplan eingehalten wird.“ – Nun, das ist Herrn Arslan selbstverständlich unbenommen. „Zuversichtlich“ sein kann man für alles mögliche, vor allem in der Politik. Entscheidend ist, um mit den Worten eines früheren Bundeskanzlers zu sprechen, was hinten herauskommt.

Und das muß nicht unbedingt eine Groß-Moschee mit Kuppel und Minarett im orientalischen Stil für mehrere tausend Gläubige im Herzen von Köln sein. Wir sind mindestens ebenso „zuversichtlich“ wie Herr Arslan und sagen noch einmal: Die Moschee steht noch lange nicht!
 

 
 
 

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