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2. Juli 2008:

Pro Köln legt Groß-Moschee auf Eis

Ditib-Vertreter Hasan Karaca: "Wir könnten aus juristischer Sicht die Moschee bauen, aber aus politischen Gründen müssen wir abwarten."

Haben wir es geschafft, ist der Bau einer Groß-Moschee der türkisch-islamischen Union DITIB in Ehrenfeld auf unbestimmte Zeit verschoben? Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn man seine Aufmerksamkeit dem interreligiösen Dialog zuwendet, dem „Rat der Religionen“, der zwei Mal im Jahr tagt, um u.a. Christen und Moslems einander näher zu bringen. Hannelore Bartscherer vertritt dort die katholischen Laien, Hasac Karaca repräsentiert die türkisch-islamische Union DITIB. Unter der Überschrift „Gemeinsam für ein gutes Miteinander in Köln“ berichtet Jesus.de über die Sorgen und Nöte von Bartscherer und Karaca:

„Zu erhitzten Diskussionen hatte zuletzt der geplante Neubau einer repräsentativen Moschee der Ditib im Kölner Stadtteil Ehrenfeld geführt. Zurzeit gebe es etwa 70 Moscheen in Köln, die sich aber fast alle in Häusern und Hinterhöfen befänden, sagte Hannelore Bartscherer. Der Neubau stocke nun angesichts der politischen Debatten, die insbesondere die rechtspopulistische Partei pro Köln angefacht habe. ‚Wir könnten aus juristischer Sicht die Moschee bauen, aber aus politischen Gründen müssen wir abwarten’, beschrieb es Ditib-Vertreter Hasan Karaca vom Forschungszentrum Religion und Gesellschaft. Es deprimiere ihn, daß die Medienberichterstattung oft Vorurteilen geleitet sei. Wie zuletzt, als eine renommierte Tageszeitung den Bauherren eine angeblich fundamentalistische Innenarchitektur vorgeworfen habe.“

Karacas Auskünfte sind erstaunlich. Bislang war zumindest offiziell keine Rede davon, daß die DITIB ihr Großmoschee-Projekt aufgrund der erfolgreichen Aufklärungsarbeit der Bürgerbewegung pro Köln im Veedel auf Eis gelegt hätte und „aus politischen Gründen abwarten“ würde. Es hieß doch immer, an der Planung müsse lediglich hier oder da noch eine Kleinigkeit verändert werden, demnächst käme eine Vorlage in den Rat, mit der dann Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen, der erste Spatenstich stehe kurz bevor, das Richtfest sei absehbar. Und überhaupt: Pro Köln sei ein Störenfried, und die Moschee komme ja doch. Und jetzt heißt es mit einem Mal, pro Köln habe dummerweise eine unerwünschte politische Debatte angefacht, da müsse man jetzt erst einmal abwarten.

Interessant, nicht wahr? Warum liest man davon eigentlich in Köln nichts in der Zeitung?

Nicht, daß die Presse zu wenig über das Thema geschrieben hätte. Vor fast einem Jahr, am 14. August 2007, wußte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ bereits Oberbürgermeister Fritz Schramma zu zitieren mit der scheinbar ultimativen Durchsage: „Machen wir uns nichts vor, die Moschee kommt - entweder mit uns oder ohne uns oder gegen uns.“ – Das hört sich irgendwie ganz anders an als die Äußerungen von Herrn Karaca vom Sommer 2008.

Die Bürgerbewegung pro Köln dagegen hat immer gesagt: Die Moschee steht noch lange nicht! Alle Unkenrufer, die behauptet haben, das Projekt sei unabwendbar, versuchen offenbar lediglich, die Moscheebau-Kritiker also die Bevölkerungsmehrheit in der Domstadt – zu entmutigen. Die Behauptung, der Großmoschee-Bau sei unabwendbar, wird indessen nicht dadurch wahr, daß sie ständig wiederholt wird. Pro Köln bleibt deshalb bei diesem Thema am Ball. Wir sind uns sicher: Gemeinsam haben wir eine Chance, uns gegen die DITIB politisch durchzusetzen!
 

 
 
 

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