Gerechte Strafe
Na also, es geht auch anders: Der 21 Jahre
alte Türke Serkan A. ist heute von der Jugendkammer des Landgerichts München I
zu zwölf Jahren und der 18-jährige Grieche Spyridon L. zu achteinhalb Jahren
Jugendstrafe verurteilt worden. „Versuchter Mord“ lautet das Urteil. Die
beiden hatten Ende vergangenen Jahres bundesweit Schlagzeilen gemacht, weil sie
in der Münchener U-Bahn einen 76jährigen pensionierten Schuldirektor halb tot
prügelten. Eine Videokamera zeichnete die grausame Tat auf.
In Köln hätten sie gute Chancen gehabt, mit
ein paar Sozialstunden davon zu kommen. In Bayern dagegen scheinen die Uhren
gelegentlich wirklich noch anders zu gehen. Der Innenminister des Bundeslandes,
Joachim Herrmann, fordert die Abschiebung der beiden Kriminellen nach Verbüßung
ihrer Haftstrafe. Richtig so! Serkan A. und Spyridon L. haben in Deutschland
nichts verloren!
Eine solche Justiz, die gegen
Gewaltkriminelle durchgreift, statt sie mit Samthandschuhen anzufassen und im
Wege einer unverantwortlichen Kuschelpädagogik nach kürzester Zeit wieder auf
die Menschheit loszulassen, würde sich die Bürgerbewegung pro Köln auch für die
Domstadt wünschen.
Das harte Durchgreifen der Münchener macht klar, daß solche
Forderungen demokratisch und rechtsstaatlich völlig legitim sind und nichts mit
„Rechtsextremismus“ oder „Ausländerfeindlichkeit“ zu tun haben.
Selbstverständlich würden wir uns für deutsche Gewaltverbrecher ebenso harte
Strafen wünschen. Dafür wäre nicht einmal eine Änderung der Gesetze, sondern nur
deren konsequente Anwendung nötig. Die pro-Köln-Forderung, ausländische
Kriminelle nach der Strafverbüßung abzuschieben, hat in Köln immer wieder
scharfe Kritik durch die Massenmedien und durch Vertreter der
Mehrheitsfraktionen im Rathaus hervorgerufen. Daß jetzt der bayerische
Innenminister im Fall der U-Bahn-Schläger ebenfalls die Abschiebung fordert,
belegt die demokratische Legitimität unserer diesbezüglichen Äußerungen!