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Durch solche Schmierereien entstehen in Köln jedes Jahr Millionenschäden:  „... lassen sie sich nur durch Haftstrafen in angemessener Höhe abschrecken.“

7. Oktober 2008:

50 Millionen Euro Schaden jedes Jahr

Nach Angaben des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins entstehen in unserer Stadt jedes Jahr Schäden in Höhe von etwa 50 Millionen Euro durch Graffiti-Schmierereien. Der Kölner „Stadt-Anzeiger“ befaßt sich in seiner heutigen Ausgabe auf einer farbigen, mit schön anzusehenden Graffitis reich bebilderten Doppelseite mit dem Problem und unterschlägt diese Zahl durchaus nicht – trotzdem wirkt der Artikel verharmlosend. Lokalredakteur Helmut Frangenberg gibt nicht nur, aber auch der Kölner Graffiti-Szene das Wort. Deren „Argumente“ reichen vom lapidaren „Verbote bringen doch nichts“ bis zu durchaus differenzierten Stellungnahmen, mit denen sich eine größere Fangemeinde identifizieren kann und Nachwuchs rekrutieren läßt:

„Ich finde es nicht gut, wenn ein schönes Haus besprüht wird. Bei häßlichen Gebäuden oder bei Brücken ist das aber was anderes. Bunte Bilder verschönern doch die Stadt.“

Wer bestimmt, welches Haus schön und welches häßlich ist?

Frangenberg gibt der Kölner Anti-Spray-Aktion (Kasa) das Wort, die darauf hinweist, daß die meisten illegalen Graffiti-Schmierereien in Köln von einer kleinen Zahl von erwachsenen Intensivtätern begangen werden. Dabei handelt es sich ganz offenbar um Kriminelle, die erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten. Es ist nötig, sich die Größenordnung des Problems vor Augen zu führen: Wer jedes Jahr andere Menschen im sechsstelligen Euro-Bereich wirtschaftlich schädigt, begeht weder ein Kavaliersdelikt, noch ist er der Sympathieträger in einem Katz-und-Maus-Spiel. Die Intensivtäter stehen moralisch auf einer Stufe mit Rheinschiffern, die Altöl in den Fluß schütten, mit Müll-Baronen, die giftige Chemikalien illegal entsorgen und ins Grundwasser sickern lassen sowie mit Bankräubern, die mit vorgehaltener Waffe die Herausgabe von Bargeld erzwingen. Da bei ihnen finanziell im Regelfall nichts zu holen ist, lassen sie sich nur durch Haftstrafen in angemessener Höhe abschrecken.

Köln aber fährt gegenüber den Graffiti-Schmierern einen Schmusekurs. „Verständnis entwickeln“ ist angesagt. Diese Grundtendenz zieht sich wie ein roter Faden durch die Kölner Kommunalpolitik und durch den „Stadt-Anzeiger“-Artikel von Helmut Frangenberg.

Pro Köln fordert: Schluß damit! Die Ratsfraktion der Bürgerbewegung hat sich in zahlreichen Anträgen für ein hartes Durchgreifen gegen Graffiti-Schmierer ausgesprochen, so zuletzt mit einem Antrag für eine konzertierte Aktion gegen Vandalismus in der Sitzung des Rates am 25. September 2008. Beim Thema Graffiti-Schmierereien wird pro Köln am Ball bleiben und weiterhin Druck auf die Mehrheitsfraktionen im Rathaus ausüben, die dazu angehalten werden müssen, dem Respekt vor privatem und öffentlichem Eigentum einen höheren Stellenwert einzuräumen!
 

 
 
 

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