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4. August 2008:

Polit-Scrabble in Sürth

Der Bürgerverein im Kölner Stadtteil Sürth will nicht mehr „pro Sürth“ heißen. Stattdessen firmiert die Vereinigung unter Vorsitz des grünen Kommunalpolitikers Giesen in Zukunft unter dem Namen „für Sürth“. Grund für den plötzlichen Etikettenwechsel ist die anhaltende Erfolgsgeschichte der Bürgerbewegung pro Köln, mit der Herr Giesen und seine Mitstreiter unter keinen Umständen verwechselt werden wollen.

Im Februar 2007 hörte sich das auf der Internetseite des Vereins noch ganz anders an. Damals ging die links angehauchte Führungsmannschaft von „pro Sürth“ noch davon aus, daß der der „pro-Köln-Spuk“ wohl bald vorbei sein würde:

„Auch wir von pro sürth e.V. sind unglücklich über die Ähnlichkeit mit dem Namen einer Rechtsaußenpartei, wir werden unseren seit 1990 bestehenden Namen jedoch deshalb nicht ändern. Hoffen wir gemeinsam, dass der politische Spuk genau so schnell wieder verschwindet, wie er zur letzten Kommunalwahl aufgetaucht ist.
Der Vorstand.“

Inzwischen scheinen aber die Zeichen der Zeit auch von pro Sürth – Verzeihung, „für Sürth“ natürlich – erkannt worden zu sein. Der „Spuk“ ist noch lange nicht vorbei, im Gegenteil: Die nonkonforme Bürgerbewegung pro Köln wächst und stößt auf immer mehr Unterstützung bei der Bevölkerung, Denn immer mehr Menschen erkennen, daß sie mit pro Köln eine authentische, ehrliche und seriöse Interessensvertretung der einheimischen Bevölkerung im Rat und den Bezirksvertretungen haben.

Der pro-Köln-Stadtrat und Rodenkirchener Bezirksvertreter Bernd M. Schöppe erklärt dazu:

„Es freut mich, daß der Sürther Bürgerverein sich freiwillig umbenannt hat. So besteht nicht mehr die Gefahr, daß die Bürger irrtümlich glauben, daß sein Vorsitzender Herr Giesen für die Bürgerbewegung pro Köln in der Bezirksvertretung sitzt. Auch wenn wir mit so manchem Mitglied des Bürgervereins im guten Kontakt standen, so bin ich doch aufgrund der Politik des Vorsitzenden und Bezirksvertreters der Grünen in Personalunion froh über die Umbenennung. Auch wir wollen keine Verwechslungen mit angepaßten Politikern der Altparteien, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, Bürgervereine zu Vorfeldorganisationen der etablierten Politik umzugestalten.

An unseren ehrlichen und klaren Aussagen und Forderungen im Kampf gegen den Hafenausbau kann zum Beispiel ein jeder Bürger den Unterschied zwischen einem Bürgerverein im Stile von ‚für Sürth’ und der Bürgerbewegung pro Köln sehen. Im übrigen bin ich bin gespannt, wie viele Sürther, die aufgrund einer Verwechslung bisher womöglich bei pro Sürth Mitglied waren bzw. geworden sind, jetzt ihren Weg zu uns finden.“
 

 
 
 

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