Polit-Scrabble in Sürth
Der
Bürgerverein im Kölner Stadtteil Sürth will nicht mehr „pro Sürth“ heißen.
Stattdessen firmiert die Vereinigung unter Vorsitz des grünen Kommunalpolitikers
Giesen in Zukunft unter dem Namen „für Sürth“. Grund für den plötzlichen
Etikettenwechsel ist die anhaltende Erfolgsgeschichte der Bürgerbewegung pro
Köln, mit der Herr Giesen und seine Mitstreiter unter keinen Umständen
verwechselt werden wollen.
Im Februar 2007
hörte sich das auf der Internetseite des Vereins noch ganz anders an. Damals
ging die links angehauchte Führungsmannschaft von „pro Sürth“ noch davon aus,
daß der der „pro-Köln-Spuk“ wohl bald vorbei sein würde:
„Auch wir von
pro sürth e.V. sind unglücklich über die Ähnlichkeit mit dem Namen einer
Rechtsaußenpartei, wir werden unseren seit 1990 bestehenden Namen jedoch deshalb
nicht ändern. Hoffen wir gemeinsam, dass der politische Spuk genau so schnell
wieder verschwindet, wie er zur letzten Kommunalwahl aufgetaucht ist.
Der Vorstand.“
Inzwischen
scheinen aber die Zeichen der Zeit auch von pro Sürth – Verzeihung, „für Sürth“
natürlich – erkannt worden zu sein. Der „Spuk“ ist noch lange nicht vorbei, im
Gegenteil: Die nonkonforme Bürgerbewegung pro Köln wächst und stößt auf immer
mehr Unterstützung bei der Bevölkerung, Denn immer mehr Menschen erkennen, daß
sie mit pro Köln eine authentische, ehrliche und seriöse Interessensvertretung
der einheimischen Bevölkerung im Rat und den Bezirksvertretungen haben.
Der
pro-Köln-Stadtrat und Rodenkirchener Bezirksvertreter Bernd M. Schöppe erklärt
dazu:
„Es freut mich,
daß der Sürther Bürgerverein sich freiwillig umbenannt hat. So besteht nicht
mehr die Gefahr, daß die Bürger irrtümlich glauben, daß sein Vorsitzender Herr
Giesen für die Bürgerbewegung pro Köln in der Bezirksvertretung sitzt. Auch wenn
wir mit so manchem Mitglied des Bürgervereins im guten Kontakt standen, so bin
ich doch aufgrund der Politik des Vorsitzenden und Bezirksvertreters der Grünen
in Personalunion froh über die Umbenennung. Auch wir wollen keine Verwechslungen
mit angepaßten Politikern der Altparteien, die ihre Hauptaufgabe darin sehen,
Bürgervereine zu Vorfeldorganisationen der etablierten Politik umzugestalten.
An unseren
ehrlichen und klaren Aussagen und Forderungen im Kampf gegen den Hafenausbau
kann zum Beispiel ein jeder Bürger den Unterschied zwischen einem Bürgerverein
im Stile von ‚für Sürth’ und der Bürgerbewegung pro Köln sehen. Im übrigen bin
ich bin gespannt, wie viele Sürther, die aufgrund einer Verwechslung bisher
womöglich bei pro Sürth Mitglied waren bzw. geworden sind, jetzt ihren Weg zu
uns finden.“