Die Stimmung kippt
Einen Tag lang haben sich die politischen
Gegner der Bürgerbewegung pro Köln über die Auflösung des
Anti-Islamisierungskongresses durch die Polizei am 20. September 2008 gefreut
wie Diebe in der Nacht über einen gelungenen Coup – doch am „morgen danach“
macht sich Ernüchterung breit. Denn pro Köln reicht in wenigen Tagen beim
Verwaltungsgericht Klage gegen die Versammlungsauflösung ein. Und jedem
juristisch auch nur halbwegs versierten Zeitgenossen ist klar, daß die
Bürgerbewegung diesen Prozeß gewinnen wird.
Der renommierte
Bonner Staatsrechtler Prof. Dr. Josef Isensee goss Wasser in den Wein jener
pro-Köln-Gegner, die seit Samstag freudetrunken ihren Pyrrhussieg feiern.
Isensee nannte die polizeilich angeordnete Auflösung der pro-Köln-Versammlung
„eine Blamage des Rechtstaates“. Es habe sich um eine Kapitulation der Polizei
vor der Gewalttätigkeit von Linksautonomen gehandelt. Der Jurist wertet den
Vorgang als „eine Verletzung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit“. Die
Sicherheitsbehörden hätten dafür zu sorgen, daß ein friedliches Nebeneinander
der widerstreitenden Meinungskundgebungen möglich bleibe und jeder zu seinem
Recht komme: „Diese verfassungsrechtliche Garantie hat der Staat in diesem Fall
nicht eingelöst.“
Isensee kritisierte auch den
nordrhein-westfälischen CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, der von einem
„Sieg der Zivilcourage“ gesprochen hatte. „Das ist, staatsrechtlich gesehen,
eine geradezu skandalöse Bewertung. Der Rückzug der Polizei vor privater Gewalt
ist ein Akt der Schwäche der Staatsgewalt, wenn nicht gar der politischen
Feigheit“.
Genau so ist es. Immer mehr Beobachtern
dämmert, daß die Auflösung der pro-Köln-Versammlung ein Fehler war.
Wie geht es jetzt weiter?
Pro Köln läßt sich im Rahmen einer
Fortsetzungsfeststellungsklage beim Verwaltungsgericht die Rechtwidrigkeit der
Versammlungsauflösung bestätigen. Gemeinsam mit unseren Freunden in Österreich,
Flandern, Frankreich und Italien legen wir einen neuen Termin für die
Durchführung des Anti-Islamisierungskongresses fest. Dann wird das
Verwaltungsgericht während der Versammlung bereitstehen, um möglicherweise
rechtswidrige Anordnungen der Polizeiführung aufzuheben. Und das bedeutet: Der
Kongreß wird stattfinden – in Köln im Vorfeld der Kommunalwahl 2009!
Der Katzenjammer wird groß sein: Bei
Oberbürgermeister Fritz Schramma und den Mehrheitsfraktionen im Kölner Rathaus,
bei den linken Gewerkschaften und den giftspeienden roten Medien, und bei
Polizeipräsident Klaus Steffenhagen (SPD), der mit seiner „Notstandserklärung“
vom 20. September 2008 seinen Parteifreunden ein Wohlgefallen war. Wer weiß, wer
nach einem spektakulär verlorenen verwaltungsgerichtlichen Verfahren gegen pro
Köln noch hinter ihm steht?
Die pro-Köln-Gegner haben sich zu früh
gefreut. Ihr Katzenjammer wird um so lauter sein!
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Am Freitag sprachen (v.l.n.r.)
Manfred Rouhs, Jörg Uckermann und Hilde de Lobel in Leverkusen-Wiesdorf. Sie
eröffneten damit den Anti-Islamisierungskongreß und den Leverkusener
Kommunalwahlkampf. |
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Insgesamt nahmen rund
100 Anhänger der Bürgerbewegung pro NRW und zahlreiche interessierte
Leverkusener Bürger an der Versammlung teil. Jörg Uckermann stellte als
OB-Kandidat sein Programm für die Kommunalwahl 2009 vor. |
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Gegendemonstranten
störten die Kundgebung mit Trillerpfeifen, konnten aber die
Lautsprecheranlage nicht übertönen. Ein voller Erfolg für pro NRW!
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Zeitgleich lud pro
Köln zur Pressekonferenz auf ein Rheinschiff. Im Gefolge der Journalisten
rückten linke Gewalttäter heran. |
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Mit faustgroßen
Pflastersteinen warfen die Linken mehrere Scheiben des Schiffes ein. Es
entstand erheblicher Sachschaden. Der Kapitän reagierte verständlicherweise
schockiert auf den Angriff - er hatte einen solchen Gewaltausbruch noch nie
erlebt. |
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Henry
Nitzsche, Filip Dewinter, Markus Beisicht, Harald Vilimsky und Judith Wolter
stellten sich von den Ereignissen unbeeindruckt den Fragen der Journalisten.
Die Pressekonferenz fand wie geplant statt. |
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Das Medieninteresse
war groß. Mehr als 20 Journalisten hatten den nicht ganz einfachen Weg auf's
Schiff zurückgelegt, um Fragen zu stellen. Die weltweite Berichterstattung
war umfangreich und machte das Anliegen der Islamisierungskritiker bekannt. |
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Die anschließende
Schiffsfahrt dauerte länger als geplant, weil die Polizeiführung lediglich
die Journalisten mit einem Polizeiboot von Bord holte, die übrigen
Anwesenden aber einer Odyssee aussetzte. Der Bundestagsabgeordnete Henry
Nitzsche und FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky nutzten die Gelegenheit zu
einem politischen Erfahrungsaustausch. |
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Am frühen
Samstag-Morgen fanden sich rund 150 Anhänger der Bürgerbewegung auf dem
Heumarkt ein. |
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Sie bauten ein großes
Veranstalungs-Transparent auf, eine Bühne mit Lautsprecheranlage und diverse
Informationsstände. Trotz der widrigen Umstände herrschte auf dem Platz gute
Stimmung. |
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Nur eine sehr kleine
Gruppe linker Blockierer versuchte, die Aufbauarbeiten zu stören. Sie wurde
von der Polizei des Platzes verwiesen. |
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Die Versammlung auf
dem Heumarkt wäre von annähernd tausend Menschen besucht worden, wenn die
Polizei den freien Zugang sichergestellt hätte. |
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Der italienische
Europaabgeordnete Mario Borghezio und Manfred Rouhs sprachen zum geplanten
Großmoschee-Bau in Köln und zur Islamisierung Europas. |
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Borghezio sprach
prägnant, aber leider nur sehr kurz - mitten in seiner Rede unterbrach ihn
die Polizei. Deren Führung ließ dem Europabgeordneten das Mikrophon
abstellen und erklärte die Versammlung für ausgelöst. |
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Ein Beamter rief den
„polizeilichen Notstand“ aus - eine Kapitulationserklärung. Dabei gab es auf
dem Heumarkt weder Tumulte noch irgend welche anderen Probleme. Was fehlte,
war allein der freie Zugang zum Platz für das Gros der
Versammlungsteilnehmer. |
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Einige Medien haben
berichtet, auf dem Heumarkt hätten sich nur rund 30 pro-Köln-Anhänger
versammelt. Die Bilder beweisen das Gegenteil: die von pro Köln
veröffentlichte Teilnehmerzahl von 150 Personen läßt sich eindeutig belegen. |
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Die Polizei war vor
Ort massiv präsent und hätte den Zugang ohne weiteres auch für rund 600
pro-Köln-Anhänger, die am Flughafen festsaßen, sowie mehrere hundert Bürger,
die selbständig den Weg zum Heumarkt gesucht haben, sicherstellen können. |
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Die am Flughafen
festsitzenden Versammlungsteilnehmer wurden von Markus Beisicht
zusammengerufen. |
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Beisicht improvisierte
an Ort und Stelle eine Pressekonferenz. Das Bild zeigt den Antwerpener
Fraktionsvorsitzenden des Vlaams Belang, Filip Dewinter, im Gespräch mit
Medienvertretern. |
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Dieses am Flughafen
gezeigte Transparent beschrieb treffend die Situation am 20. September 2008:
die Faschisten traten als Antifaschisten auf, um die Versammlungsfreiheit
auszuhebeln. |
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Der Samstag endete mit
einem gemeinsamen Abendessen und vielen konstruktiven Gesprächen. Vertreter
der pro-Bewegung, des Vlaams Belang und der FPÖ haben dabei über die
künftige Vernetzung ihrer politischen Aktivitäten beraten. |