Todraser auf freiem Fuß
Abdul H. (27), der in Köln-Mülheim mit
einem 306-PS-Mercedes einen 74jährigen Rentner totgefahren hat, ist aus der Haft
vorzeitig entlassen worden. Er habe sich tadellos geführt, ein
Anti-Aggressions-Training absolviert und konsumiere keine Drogen – da sei es
„ein Routinevorgang“, daß er „nach der Hälfte der verbüßten Zeit freikommt“,
zitiert der „Stadt-Anzeiger“ Björn Höltje, den Sprecher des Landgerichtes Köln.
Ursprünglich sollte der Todraser von Mülheim nach der Verbüßung
seiner Haftstrafe abgeschoben werden. Aber demnächst werden wir wahrscheinlich
vorsichtig sein müssen mit öffentlichen Äußerungen über den Ehrenmann Abdul H.,
der uns Kölnern möglicherweise auf unbestimmte Zeit als Mitbürger erhalten
bleiben wird. Denn für ihn haben Knastpsychologen eine „positive Sozialprognose“
gestellt. Nur Rassisten und Ausländerfeinde können fordern, dieses nützliche
Glied aus der Kölner Solidargemeinschaft herauszubrechen, nicht wahr? Der
„Express“ zitiert eine Sprecherin der Stadt Köln:
„Eine positive Sozialprognose
erschwert die Ausweisung ungemein, macht sie eigentlich so gut wie unmöglich.“
Abdul H. ist einfallsreich. Obwohl er von der
Stadt Köln Sozialleistungen bezog, war er im (unbezahlten) Nobelklasse-Auto
unterwegs. Seine Vorstrafen wegen diverser Bagatellen - Raub, Erpressung,
Drogenhandel – wurden stets zur Bewährung ausgesetzt. Und jetzt hat er es
geschafft, eine positive Sozialprognose zu bekommen!
Die Familienangehörigen des 74jährigen
Rentners, den Abdul H. auf dem Gewissen hat, sind selbstverständlich über die
Entlassung des 27jährigen bestürzt. Ihre Hoffnung ruht jetzt auf der
Berufungsverhandlung gegen den Todraser, die am 24. Oktober 2008 ansteht. Das
Gericht könnte Abdul H. erneut hinter Gitter schicken.
Manfred Rouhs, Geschäftsführer der
pro-Köln-Ratsfraktion, fordert die Ausweisung von Abdul H. aus Deutschland:
„Serienstraftäter und Sozialabzocker haben bei uns in Deutschland nichts
verloren. Sie müssen nach der Strafverbüßung sofort abgeschoben werden. Und es
ist sicherzustellen, daß sie nie mehr nach Deutschland zurück kommen, auch nicht
unter falschem Namen! Hier sind Polizei und Justiz gefordert.“