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2. Oktober 2008:

Todraser auf freiem Fuß

Abdul H. (27), der in Köln-Mülheim mit einem 306-PS-Mercedes einen 74jährigen Rentner totgefahren hat, ist aus der Haft vorzeitig entlassen worden. Er habe sich tadellos geführt, ein Anti-Aggressions-Training absolviert und konsumiere keine Drogen – da sei es „ein Routinevorgang“, daß er „nach der Hälfte der verbüßten Zeit freikommt“, zitiert der „Stadt-Anzeiger“ Björn Höltje, den Sprecher des Landgerichtes Köln.

Ursprünglich sollte der Todraser von Mülheim nach der Verbüßung seiner Haftstrafe abgeschoben werden. Aber demnächst werden wir wahrscheinlich vorsichtig sein müssen mit öffentlichen Äußerungen über den Ehrenmann Abdul H., der uns Kölnern möglicherweise auf unbestimmte Zeit als Mitbürger erhalten bleiben wird. Denn für ihn haben Knastpsychologen eine „positive Sozialprognose“ gestellt. Nur Rassisten und Ausländerfeinde können fordern, dieses nützliche Glied aus der Kölner Solidargemeinschaft herauszubrechen, nicht wahr? Der „Express“ zitiert eine Sprecherin der Stadt Köln: „Eine positive Sozialprognose erschwert die Ausweisung ungemein, macht sie eigentlich so gut wie unmöglich.“

Abdul H. ist einfallsreich. Obwohl er von der Stadt Köln Sozialleistungen bezog, war er im (unbezahlten) Nobelklasse-Auto unterwegs. Seine Vorstrafen wegen diverser Bagatellen - Raub, Erpressung, Drogenhandel – wurden stets zur Bewährung ausgesetzt. Und jetzt hat er es geschafft, eine positive Sozialprognose zu bekommen!

Die Familienangehörigen des 74jährigen Rentners, den Abdul H. auf dem Gewissen hat, sind selbstverständlich über die Entlassung des 27jährigen bestürzt. Ihre Hoffnung ruht jetzt auf der Berufungsverhandlung gegen den Todraser, die am 24. Oktober 2008 ansteht. Das Gericht könnte Abdul H. erneut hinter Gitter schicken.

Manfred Rouhs, Geschäftsführer der pro-Köln-Ratsfraktion, fordert die Ausweisung von Abdul H. aus Deutschland: „Serienstraftäter und Sozialabzocker haben bei uns in Deutschland nichts verloren. Sie müssen nach der Strafverbüßung sofort abgeschoben werden. Und es ist sicherzustellen, daß sie nie mehr nach Deutschland zurück kommen, auch nicht unter falschem Namen! Hier sind Polizei und Justiz gefordert.“
 

 
 
 

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