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6. Oktober 2008:

Milli Görüs lobt Politiker

Am Wochenende feierte die Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD) ihr 50jähriges Bestehen. Rund 1.000 Muslime waren zu diesem Anlaß in die Wilhelm-Dopatka-Halle nach Leverkusen gekommen. Ibrahim El-Zayat, der Präsident der IGD, betonte die Harmlosigkeit seiner Organisation, die vor einigen Monaten Ziel einer Hausdurchsuchungswelle der deutschen Polizei geworden war. Sie bringt in ihren Einrichtungen junge Muslime religiös auf Linie und verfestigt die türkisch-islamische Parallelgesellschaft in Deutschland.

Wie „harmlos“ die IGD wirklich ist, wurde in den Diskussionsrunden u.a. anhand der ausgesuchten Gesprächspartner deutlich. Zu ihnen gehörte Oguz Ücüncü, der Generalsekretär der den deutschen Behörden als islamistisch und antisemitisch geltenden Organisation Milli Görüs. Herr Ücüncü kritisierte das Zuwanderungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das seine Landsleute und Glaubensbrüder daran hindere, unser Land durch weitere Zuwanderung multikulturell zu bereichern. Aber er sehe in der deutschen Politik auch „Lichtblicke“. Dazu hätten, so Ücüncü, die Aktivitäten gegen den Anti-Islamisierungskongreß der Bürgerbewegung pro Köln am 19. und 20. September in Leverkusen und Köln gehört. Das massive Auftreten linker Demonstranten und etablierter Politiker gegen pro Köln wurde vom Milli-Görüs-Generalsekretär ausdrücklich lobend hervorgehoben.

Ibrahim El-Zayat und weitere Teilnehmer der IGD-Veranstaltung forderten einen „bekenntnisorientierten Religionsunterricht“ in Nordrhein-Westfalen. Dabei müsse ausgeschlossen sein, daß Lehrer tätig werden, die die Rolle des Propheten Mohammed in Frage stellen. Der Koran sei heilig, seine Suren stammten von Gott und seien Gesetz, und dies müsse auch in deutschen Schulen gelehrt werden, forderten Teilnehmer der Veranstaltung.

Weh dem, der dafür kein Verständnis aufbringt!

Ibrahim El-Zayat saß im Frühjahr des vergangenen Jahres bei der großen Integrationskonferenz der Bundesregierung in Berlin mit am Verhandlungstisch. Dabei soll es sich lediglich um einen dummen Zufall gehandelt haben, heißt es jetzt aus Regierungskreisen. Herr El-Zayat sei nicht eingeladen gewesen und habe sich einfach mit in die Runde gesetzt. Das sei dann regierungsseitig aus Gründen der Höflichkeit hingenommen worden, wird behauptet.

So, so. In den Berliner Ministerien kann man also einfach rein und rausspazieren und sich bei wichtigen Konferenzen mit an den Tisch setzen und das Wort ergreifen, ohne eingeladen zu sein. Und wenn beispielsweise der pro-Köln-Vorsitzende Markus Beisicht im Frühjahr vergangenen Jahre zufällig in Berlin gewesen wäre und sich an den Tisch der Integrationskonferenz gesetzt hätte, wäre das durchaus in Ordnung gewesen? Oder hätten wir dann womöglich die Grenzen ministerieller Höflichkeit kennengelernt?

Die Ausreden bundesdeutscher Politiker für ihre Zusammenarbeit mit einem Herrn El-Zayat, der nach Aussage des CDU-Innenexperten Wolfgang Bosbach „nicht für mehr Integration, sondern für mehr Islamismus“ steht, muten alles andere als glaubwürdig an. Die bundesdeutsche politische Klasse hat sich verrannt, und sie verbündet sich mit überaus problematischen religiösen und politischen Organisationen und Einzelpersonen.

Milli Görüs und die  Islamische Gemeinschaft in Deutschland legen Aktivitäten an den Tag, die auf die Verdrängung des demokratischen Rechtsstaates Bundesrepublik Deutschland durch einen islamischen Gottesstaat hinauslaufen. Wer davor die Augen verschließt, versündigt sich an den Menschen, die heute noch in Mitteleuropa in zumindest relativer persönliche Freiheit leben – und die nicht morgen einem islamistischen Diktat unterworfen werden wollen.

Für alle Beteiligten ist es jetzt hohe Zeit, Farbe zu bekennen!
 

 
 
 

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