4. Juni 2008:
Fragen nach der Vergewaltigung
Die Vergewaltigung einer Frau auf dem
Kirchenvorplatz im Bereich Mauenheimer Straße Ecke Simon-Meister-Straße hat in
der Öffentlichkeit zurecht große Empörung ausgelöst. Die Tat soll von einem
etwa 20 bis 25jährigen, kräftigen, ungepflegt wirkenden Mann verübt worden sein,
der deutsch mit türkischem Akzent sprach, mehrere andere junge Männer und ein
türkischer Jugendlicher sollen dabei zugesehen haben. Die Tat geschah gegen 2.00
Uhr morgens.
Auch die Kommunalpolitik kann etwas tun, um solche
Verbrechen weniger wahrscheinlich werden zu lassen. Pro Köln hat deshalb für die
nächste Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 11. Juni 2008 die folgende
Anfrage nach den Verhältnissen vor Ort gestellt:
1.) Wird der in Rede stehende
Bereich nachts gegen 2.00 Uhr beleuchtet?
2.) Liegen der Verwaltung
Informationen über vorangegangene Bedrohungssituationen im Bereich Mauenheimer
Straße Ecke Simon-Meister-Straße vor? Falls ja, welche?
3.) Sind der Verwaltung Angsträume in
dem in Rede stehenden Bereich bekannt? Falls ja, welche?
Die Anfrage übt Druck auf die Verwaltung aus mit
der Zielsetzung, im Herzen von Nippes einmal überprüfen zu lassen, welche
Möglichkeiten bestehen, den Stadtteil heller, freundlicher und frei von
Angsträumen zu machen.
17. März 2008:
Aufklärungsarbeit in Weidenpesch
Pro Köln hat die Bürger in Weidenpesch am 15. März 2008
über die Pläne der Mehrheitsfraktionen in der Bezirksvertretung Nippes
informiert, in der Jesuitengasse 61 einen Anlaufpunkt für Problemjugendliche aus
dem Stadtteil einzurichten. Das
hier als
PDF-Datei dokumentierte Faltblatt wurde flächendeckend an das Gros der Haushalte
in Weidenpesch verteilt. Online liegen auch bereits die ersten – durchweg
positiven – Reaktionen aus dem Veedel vor. Viele Weidenpescher kritisieren die
schlechte Informationspolitik der Altparteien, von denen sie bislang zu den
Plänen für die Jesuitengasse 61 noch nichts gehört haben. Pro Köln dagegen
schenkt den Menschen reinen Wein ein und gibt ihnen mit der Weidenpescher
Petition Gelegenheit, die Aktivitäten der Bürgerbewegung im Bezirksrathaus gegen
die drohende Zunahme der Kriminalität im Stadtteil zu unterstützen.
29. Februar
2008:
Anlaufpunkt für Jugendgangs in
Weidenpesch
Die Bezirksvertretung
Nippes hat auf Antrag der SPD-Fraktion am 28. Februar beschlossen, in einem
leerstehenden Ladenlokal in der Jesuitengasse 61 in Weidenpesch einen
städtischen Jugendtreff einzurichten, der als Anlaufpunkt für
Problemjugendliche aus dem Stadtbezirk dienen soll. Dort machen
rivalisierende deutsche und türkische Jugendbanden den Anwohnern das Leben
schwer. Da wäre es wohl naheliegend, sich um eine verstärkte Polizeipräsenz
im Viertel zu bemühen und hart durchzugreifen, äußerte der Nippeser
pro-Köln-Bezirksvertreter Manfred Rouhs, der den SPD-Antrag
selbstverständlich ablehnte. Die Mandatsträger der Altparteien zeigten dafür
keinerlei Verständnis. weiter
4. Januar 2008:
Abzocke mit der
„Umweltplakette“
Immer, wenn die öffentliche
Hand Geld braucht, halten Politiker Ausschau nach Möglichkeiten, dem Bürger
dasselbe aus der Tasche zu ziehen. Zwei Zielgruppen werden besonders gerne ins
Visier genommen, weil sich ihnen gegenüber leicht Vorwände für’s Abkassieren
konstruieren lassen: Hausbesitzer und Autofahrer. Seit Neujahr sind in Köln
wieder einmal die Autofahrer an der Reihe.
weiter
26. Oktober 2007:
pro-Köln-Effekt in Riehl
Kennen Sie den
pro-Köln-Effekt? – Der funktioniert so: Bürger wenden sich mit dem Hinweis
auf irgendeinen Mißstand an pro Köln. Pro Köln macht daraus im Rat, dem
zuständigen Ausschuß oder der regionalen Bezirksvertretung einen Antrag oder
eine Anfrage. Die Altparteien beschimpfen pro Köln und behaupten, alles sei in
Ordnung und die pro-Köln-Initiative günstigstenfalls überflüssig. Hinter den
Kulissen aber nehmen sich Verwaltungs-Mitarbeiter des Mißstandes an und
versuchen, ihm abzuhelfen. Plötzlich werden wie von Geisterhand
Vandalismus-Schäden oder Graffitis beseitigt, Bürgersteige abgesenkt oder
Parkplätze geschaffen, Zebrastreifen eingerichtet oder Briefkästen neu
aufgestellt, eine Lärmquelle wird abgestellt oder eine Razzia bei einem
krimineller Handlungen Verdächtigen durchgeführt.
Oder es wird, immerhin, eine
Postfiliale neu
eingerichtet, um nach der Schließung einer anderen Filiale den Bürgern vor Ort
endlos lange Wege für die Abholung von Paketen oder die Inanspruchnahme anderer
Postleistungen zu ersparen. So geschieht es jetzt Am Riehler Tal, wie auf eine vom
22.03.2007 datierende
Anfrage von pro
Köln zur Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 25.10.2007 mitgeteilt worden
ist.
Das ist genau das, was
pro Köln wollte. Am neuen Ort bleiben alle Leistungen der alten Filiale
erhalten, einschließlich des Postbank-Services. Wir danken allen Riehler
Bürgern, die dafür zusammen mit pro Köln im Rahmen einer Politik der kleinen
Schritte Dampf gemacht haben!
21. August 2007:
Junge Zuwanderer begehen
häufig Gewaltdelikte
„Eine interne Auswertung des
Kriminalkommissariats 57 zeigt auf, daß die Beteiligung von Jugendlichen mit
Migrationshintergrund im Deliktsbereich Körperverletzung überproportional hoch
ist.“ Das antwortet die Verwaltung auf eine
Anfrage
der Bürgerbewegung pro Köln zur Kriminalitätsentwicklung im Stadtbezirk. Sie muß
einräumen: „Nach Aussagen der Polizei ist im Bereich von
Körperverletzungsdelikten der Stadtteil Nippes zahlenmäßig stärker belastet, als
die meisten anderen Stadtgebiete. Eine Vielzahl dieser Delikte wird durch
jugendliche Straftäter begangen.“
Pro Köln
beantragt deshalb für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung ein
Aktionsprogramm unter dem Motto „Migranten-Gewalt STOP“, in das die Polizei und
der Verein Zug um Zug e.V. einbezogen werden sollen. „Es ist dringend geboten,
das Problem der Gewalt, die von bestimmten Gruppen jugendlicher Zuwanderer
ausgeht, nicht länger zu verdrängen“, sagt der Nippeser
pro-Köln-Bezirksvertreter Manfred Rouhs, der kritisiert: „Hier hat die
Kommunalpolitik aus Gründen der political correctness jahrelang geschwiegen und
insofern versagt. Die Bezirksvertretung ist nun aufgerufen, Nägel mit Köpfen zu
machen und das Gewalt-Problem im Stadtteil offen anzusprechen.“
26. Juli 2007:
Wo wird die nächste Moschee
gebaut?
Nippes ist ein bevorzugter
Tummelplatz für islamistische Umtriebe. Pro Köln will jetzt mit einem
Antrag erreichen,
daß künftig die kommunalpolitischen Gremien, insbesondere auch die
Bezirksvertretung Nippes, zumindest im Vorfeld von Bauvorhaben islamischer
Vereinigungen von der Verwaltung über den Hintergrund und insbesondere über
eventuell bei den Sicherheitsbehörden vorliegende Erkenntnisse zu den jeweiligen
Trägerorganisationen informiert werden. Was man eigentlich für
selbstverständlich halten müßte, ist in Köln leider bislang noch nicht üblich.
So konnte sich beispielsweise der berüchtigte Islamistenführer Metin Kaplan
zunächst am Niehler Kirchweg einnisten, ohne daß die Bezirksvertretung Nippes
davon irgend etwas erfahren hätte. Pro Köln war bereits im November 2001 gegen
den sogenannten „Kalifatsstaat“ auf die Straße
gegangen und hatte gefordert, die Vereinigung aufzulösen. Dem folgte das
Bundes-Innenministerium mit dem Verbot der Organisation. Kaplan wurde
ausgewiesen.
In der Vergangenheit sind in
Köln immer wieder Bauprojekte islamischer Trägerorganisationen realisiert
worden, ohne daß die zuständigen kommunalpolitischen Gremien über den Charakter
der jeweiligen Bauträger informiert waren, weil die Verwaltung die Auffassung
vertreten hat, die ideologische Ausrichtung einer Organisation sei für deren
Bauaktivitäten in Köln irrelevant. Unabhängig von dem Umstand, daß der
politische und religiöse Hintergrund eines Bauträgers nicht als
planungsrechtlicher Faktor in Frage kommt, spielt er aber doch für den
politischen Willensbildungsprozeß in den Entscheidungsgremien eine wichtige
Rolle. Dem soll die Verwaltung künftig Rechnung tragen. In Mülheim wurde ein
entsprechender Antrag für den dortigen Stadtbezirk von den Bezirksvertretern
einstimmig angenommen.
29. Januar 2007:
Mehr Knöllchen für Nippeser Autofahrer?
Wieder einmal herrschte von der CDU über die
SPD bis zu den Grünen große Einigkeit gegen pro Köln: Auch in Nippes sollen
künftig mehr Knöllchen an Falschparker verteilt werden. Ein pro-Köln-Antrag
gegen die Abzocke der Nippeser Autofahrer wurde mit breiter Mehrheit abgelehnt.
„Welchem Zweck dient die
Überwachung des ruhenden Verkehrs?“, fragte Manfred Rouhs. „Wie kann es sein,
daß jetzt die Stadtspitze eine Intensivierung der Verkehrsüberwachung nicht etwa
im Zusammenhang mit einer verkehrs- oder ordnungs-, sondern gerade mit einer
haushaltspolitischen Diskussion, hergeleitet aus dem Kienbaum-Gutachten, führt?“
- Der Hinweis auf die „Zweckentfremdung“ des Knöllchenunwesens zum Ausgleich des
Haushaltslochs half nichts. Peter Karrasch, CDU-Bezirksvertreter und
stellvertretender Bezirksvorsteher, stellte nicht nur für seine eigene Fraktion,
sondern auch für SPD, Grüne und FDP/KBB, die sich in dieser Frage einig sind,
klar, daß auch im Bereich der Bezirksvertretung Nippes künftig mehr Knöllchen
verteilt werden sollen.
Die betroffenen
Autofahrer werden die Abzocke wohl
politisch
zu würdigen wissen!
24. November 2006:
Wieder mal Ärger für SPD-Bezirksbürgermeister Schößler
Bernd Schößler hat es
schon nicht leicht. Der SPD-Bezirksbürgermeister von Nippes sorgt wieder einmal
für Negativschlagzeilen. Der „Stadt-Anzeiger“ berichtet heute, daß der von
Schößler geleitete Taxi-Ruf Köln einem Hilfeersuchen der Kölner Polizei nicht
nachgekommen sei.
Konkret geht es um eine Fahrerflucht, in die ein Taxifahrer vor vier Wochen
verwickelt war. Die Polizei hatte daraufhin vom Taxi-Ruf eine Liste der
Taxiunternehmen, die zur Unfallzeit in der Nähe des Tatorts waren, angefordert.
Doch bis heute wurde vom Taxi-Ruf dem Ersuchen nicht nachgekommen und statt
dessen ein richterlicher Beschluß dafür gefordert. Als jetzt die Sache publik
wurde, sprach Schößler von einem „Mißverständnis“.
weiter
10. November 2006:
Planungen für das
„Biomassekraftwerk“ gehen weiter
SPD, CDU, Grüne, FDP, KBB und
Linkspartei haben in der Sitzung der Bezirksvertretung am 9. November 2006 einen
Antrag der Bürgerbewegung pro Köln abgelehnt, die Planungen für das umstrittene
„Biomassekraftwerk“ in Niehl zu stoppen. Dr. Herbert Clasen von den Grünen
begründete die Ablehnung für die Altparteien und ihre Partner mit dem Hinweis,
die Antragsbegründung sei unpassend, weil Parallelen zum Bau der
Müllverbrennungsanlage im Kölner Norden gezogen worden seien. Manfred Rouhs
erwiderte darauf, daß nicht die Begründung, sondern nur der Antragstext zur
Abstimmung stehe, der sehr nüchtern lautete:
„Die Verwaltung wird beauftragt, sämtliche
Vorprüfungen und Planungen zur Errichtung eines sogenannten
‚Biomassekraftwerkes’ umgehend zu stoppen. Darüber hinaus ist dieses Projekt in
der aktuell vorliegenden Form auch in Zukunft nicht mehr zu verfolgen.“
Zudem war aber auch die
Antragsbegründung keineswegs polemisch, sondern durchaus konstruktiv gehalten:
„Die Kritik am geplanten
sogenannten ‚Biomassekraftwerk’ in Niehl wird immer lauter. Nachdem bereits vor
Tagen eine Bürgerinitiative auf die geplante Multi-Millionen-Mogelpackung
hingewiesen hatte, wurde jetzt auch aus den Reihen des Aufsichtsrates der Kölner
Abfallentsorgungsgesellschaft bekannt, daß die angeblich 50 Millionen Euro
teuere Anlage eher ein Verbrennungsofen für Sondermüll statt Bioabfall wäre. Im
Gespräch ist laut Presseberichten eine Gesamtkapazität von 140.000 Tonnen – eine
Menge, die wohl nur mit Müllimporten aus dem ganzen Bundesgebiet und dem
angrenzenden Ausland abzudecken wäre.
Die Zeche müßten wie
gewohnt die Kölner Bürger über ihre Müllgebühren bezahlen, die bereits jetzt
wegen der ersten, ebenso überdimensionierten Müllverbrennungsanlage bundesweit
Rekordniveau haben. Die Industrie könnte dagegen mit Hilfe dieser zweiten
Müllverbrennungsanlage ihren chemisch belasteten Holz- und Sondermüll noch
günstiger entsorgen, während einige große Firmen und Investoren beim Bau des
Müllofens kräftig abkassieren könnten. Bei der ersten Müllverbrennungsanlage
war es zudem zu Schmiergeldzahlungen in zweistelliger Millionenhöhe an
etablierte Politiker gekommen!
Pro Köln fordert deswegen
einen sofortigen Stopp aller Vorprüfungen und Planungen für dieses Projekt. Köln
braucht keine zweite (Sonder-)Müllverbrennungsanlage, nachdem die Bürger und das
Gemeinwesen bereits bei der ersten über Gebühr belastet wurden!“
Gegen die Stimme von pro
Köln angenommen wurde dagegen ein Antrag von SPD und Grünen, der den
Schulausschuß auffordert, die Bezirksvertretungen bei der Wahl der
Schulleitungen durch die Schulkonferenzen mit einzubeziehen. Rouhs verwahrte
sich gegen jede Parteipolitisierung des Schulbetriebs und verwies in diesem
Zusammenhang auf undemokratische Aktivitäten von Kölner Lehrern gegen engagierte
junge Menschen, die vor den Schulen der Domstadt regelmäßig die Schülerzeitung
„Objektiv“ verteilen. Rouhs betonte, pro Köln würde eine parteipolitische
Einflußnahme auf die Personalauswahl im Schulbetrieb auch dann nicht
befürworten, wenn die Bürgerbewegung – wie von Dr. Jürgen Zastrow (CDU) zuvor
als (aus seiner Sicht unerfreuliche) Zukunftsvision in den Raum gestellt – im
Stadtbezirk 50 Prozent der Mandate innehätte. Die Schulleiter sollten, so Rouhs,
ausschließlich nach fachlichen Gesichtspunkten ausgewählt werden und nicht nach
solchen der politischen Opportunität.
11. August 2006:
Initiative gegen hohe Parkgebühren
Die Autofahrer gehören zu den besonders
nachhaltig beanspruchten Melkkühen der Politiker auf Bundes-, Landes- und
kommunaler Ebene. Nun macht eine Verwaltungsvorlage die Runde durch
Bezirksvertretungen, Ausschüsse und den Rat, die eine Neufassung der
Parkgebührenordnung für die Domstadt vorsieht, durch die der Autofahrer wieder
einmal kräftig zur Kasse gebeten werden soll. „Irgendwo muß doch beim
Normalbürger noch Geld zu holen sein“, scheinen die Politiker zu glauben.
Die notwendige Gegen-Initiative kommt vom Nippeser
pro-Köln-Bezirksvertreter Manfred Rouhs, der eine alternative
Parkgebühren-Ordnung verfaßt hat und diese als Änderungsantrag zu der
entsprechenden Verwaltungsvorlage in die nächste Sitzung der Bezirksvertretung
einbringt. Rouhs’ Änderungsvorschlag wird zudem von pro Köln auch im Rat
eingebracht. Er sieht insbesondere die Möglichkeit des kostenfreien Parkens für
eine Stunde an den meisten Standorten im Stadtgebiet vor, die der
Parkraumbewirtschaftung unterliegen. Dadurch soll die Bereitschaft der Kölner
und der Auswärtigen erhöht werden, eine Einkaufstour in die Stadt zu
unternehmen, statt sich von ab der ersten Minuten fälligen Parkgebühren in zum
Teil deftiger Höhe abschrecken zu lassen. „Das würde den Einzelhandel kräftig
ankurbeln“, sagt Rouhs.
Am 7. September haben die Nippeser
Bezirksvertreter die Wahl. Dann müssen sie für oder gegen hohe Parkgebühren in
Köln Stellung beziehen.
15. Juni 2006:
Wilhelmplatz – die Bronx von Nippes?
Vielerorts in Köln müssen wir seit Jahren eine
Ghettobildung beobachten, die den kölschen Normalbürger seiner Lebensqualität
zu berauben droht, die unsere Stadt häßlich werden läßt. Rückten
bislang vor allem die einschlägig bekannten Problembezirke in Mülheim und Kalk
in den Fokus des öffentlichen Interesses, so zieht jetzt die linke Rheinseite
nach. In Ehrenfeld gibt es Straßenzüge, in denen gesetzestreue Bürger nach
22.00 Uhr als Störfaktor empfunden werden. Und auch am Wilhelmplatz in Nippes
mehren sich die Beschwerden von Anwohnern über Lärmbelästigungen, Pöbeleien,
Gewaltdelikte, Glücksspiel und die Bildung von Jugendbanden. Die Kölner
Kommunalpolitik reagiert wie immer – mit Beschwichtigen und Weggucken!
weiter
24. Mai 2006:
Ehre für
Jean-Pierre Blanchard!
Pro Köln hat für
die Sitzung der Bezirksvertretung am 8. Juni
beantragt, die Verwaltung möge beauftragt werden, zu überprüfen, ob eine
Benennung des im Volksmund sogenannten „Schill“-Platzes in Nippes nach dem
Franzosen Jean-Pierre Blanchard möglich und verkehrstechnisch sinnvoll ist. Der
Platz führt bislang offiziell keinen Namen.
Zur Begründung führt
Manfred Rouhs aus:
Die Geschichte des
Stadtbezirkes Nippes ist untrennbar mit der Entwicklung der europäischen
Ballon-Luftfahrt verbunden, nachdem Franz Clouth seit dem Ende des 19.
Jahrhunderts in seiner „Franz Clouth Rheinische Gummiwarenfabrik Cöln-Nippes“
Ballonstoffe, komplette Ballone und ein lenkbares Luftschiff entwickelt und
gebaut hat. Die „Clouth I“ unternahm bekanntlich im Jahr 1908 über Nippes ihren
Jungfernflug und brachte den Stadtbezirk damit überregional in die Schlagzeilen
der Zeitungen.
Der Franzose
Jean-Pierre Blanchard war der erste Ideengeber für diese Entwicklung. Er
beantragte am 21. Oktober 1785 beim Rat der Stadt Köln eine Genehmigung, um in
der Domstadt mit einem von ihm entwickelten Ballon aufsteigen zu dürfen. Dieses
Ansinnen lehnte der Rat seinerzeit ab mit der Begründung, der Versuch, mit einem
Fahrzeug in die Luft zu steigen, sei „gegen Gottes Barmherzigkeit“ gerichtet.
Blanchard konnte deshalb seinen Ballon in Köln nur am Boden öffentlich
präsentieren. Zur ersten Kölner Ballonfahrt kam es dann erst im Mai 1788 in
Deutz.
Die Einschätzung des
Rates, Luftfahrt sei eine generell gegen die göttliche Ordnung gerichtete
Angelegenheit, hat sich in der Zwischenzeit als nicht haltbar herausgestellt.
Trotzdem erfolgte bei Herrn Blanchard keine Entschuldigung, und die Stadt Köln
hat sich leider auch bis heute nicht dazu durchringen können, dem Abgewiesenen
nachträglich die Ehre der Benennung einer Straße oder eines Platz nach ihm
zuteil werden zu lassen.
Wo läge für einen Blanchard-Platz der richtige
Ort, wenn nicht im Herzen von Nippes?
16. Mai 2006:
Hauptschule
Reutlingerstraße: pro Köln setzt sich durch
Die
Bezirksvertretung Nippes wird sich in einer ihrer nächsten Sitzungen mit der
extrem hohen Quote von Schulabbrechern an der Hauptschule Reutlingerstraße
auseinandersetzen. Selbstverständlich konnten die Mehrheitsfraktionen einen
entsprechenden Antrag von pro Köln nicht
einfach annehmen, aber sie entschieden sich, das pro-Köln-Papier durch einen in
etwa gleichlautenden Antrag zu ersetzen, den die SPD-Fraktion noch am Tage der
Bezirksvertretungssitzung als Tischvorlage eingereicht hatte. Statt – wie von
pro Köln beantragt - der Schulleitung sollen nun Vertreter der Schulverwaltung
und der Schulaufsicht vor der Bezirksvertretung darstellen, warum im Schuljahr
2004/05 mit 34,53 Prozent mehr als ein Drittel der Schüler diese Lehranstalt –
an der in 2005/06 die Quote der Schüler mit „Migrationshintergrund“ bei 71
Prozent gelegen hat – ohne einen Abschluß verließen.
Dazu erklärt der
Nippeser pro-Köln-Bezirksvertreter Manfred Rouhs:
„Die Verwaltung
hatte zu meinem Antrag erklärt, es sei nicht Sache der Bezirksvertretung,
Schulvertreter in dem hier in Rede stehenden Kontext anzuhören. Dem mochten
erfreulicherweise sämtliche Nippeser Bezirksvertreter nicht folgen. Vielmehr
wurde deutlich, daß alle Fraktionen in der Bezirksvertretung eine derart hohe
Quote von Schulabbrechern als überaus problematisch empfinden. Ich werte die
einstimmige Entscheidung der Bezirksvertretung für die Anhörung als
Achtungserfolg für pro Köln.“
12. April 2006:
Rennbahnverein
will immer noch Bebauung der Niehler Straße
Sie geben
keine Ruhe: Der Rennbahnverein will immer noch einen Teil seines Geländes an der
Niehler Straße bebauen, und Oberbürgermeister Fritz
Schramma nötigt mit einer entsprechenden Vorlage dem
Stadtentwicklungsausschuß Ende April und dem Rat Mitte Mai eine Neuauflage der
einschlägigen Diskussion auf, obwohl doch längst alle Argumente ausgetauscht
worden sind. Dabei hat der Rennbahnverein, auf dessen Schultern viele
Millionen Euro Schulden bei der Sparkasse KölnBonn
und beim Bankhaus Salomon Oppenheim lasten, mit der wirtschaftlichen Verwertung
seines Grundstücks an der Scheibenstraße, für die die kommunalen Institutionen
bereits grünes Licht gegeben haben, noch nicht einmal angefangen. Deshalb ist
fraglich, ob der Verein die für Ende Oktober vereinbarte Rückführung eines
sechsstelligen Teilbetrages seiner Verbindlichkeiten leisten kann. So soll
offenbar erneut Druck erzeugt werden mit dem Ziel, der Stadt das Recht
abzutrotzen, möglichst viel Grünfläche auch an der Niehler
Straße verbauen zu dürfen.
Dazu erklärt Manfred Rouhs: „Die Stadtspitze
hätte spätestens im Jahr 2004, wie von pro Köln im Rat und in der
Bezirksvertretung Nippes gefordert, einen Hilfsfonds für den Rennbahnverein
gründen und ernste Gespräche mit den Gläubigerbanken führen müssen. Es kann doch
nicht sein, daß die Allgemeinheit jetzt mit der Hinnahme eines umfangreichen
Verlustes von Grünflächen bluten soll für eine feine Gesellschaft, die
zweifellos die zur Rettung des Rennbahnvereins erforderlichen wirtschaftlichen
Leistungen aufbringen könnte, wenn sie wollen und darum nachdrücklich gebeten
werden würde. Pro Köln lehnt Schrammas neuen Vorstoß
selbstverständlich ab.“
29. März 2006:
34,53 Prozent
Schulabbrecher
Ausweislich einer
kürzlich von der städtischen Verwaltung veröffentlichten Darstellung der
Sozialsituation an den Kölner Hauptschulen belegt die Hauptschule Reutlinger
Straße in Nippes bei der Quote der Schüler, die in Köln ihre schulische Laufbahn
ohne einen Abschluß beenden, den traurigen ersten Platz. Mit 34,53 Prozent
haben mehr als ein Drittel der Schüler diese Lehranstalt im Schuljahr 2004/05
ohne Abschluß verlassen. Im Schuljahr 2005/06 ist die Hauptschule Reutlinger
Straße zudem auch Kölner Spitzenreiter bei der Ausländerquote unter den
Schülern, die von der Verwaltung mit 71 Prozent angegeben wird.
34,53 Prozent
Schulabgänger ohne Abschluß sind eindeutig eine viel zu hohe, inakzeptable
Quote. Pro Köln hat deshalb für die Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 11.
Mai 2006 einen Antrag eingebracht, durch den die Verwaltung beauftragt werden
soll, in Zusammenarbeit mit der Leitung der Hauptschule Reutlinger Straße und
allen anderen verantwortlichen Stellen jede mögliche Anstrengung zu unternehmen,
um diese Quote zu senken. Zunächst soll die Schulleitung bei einer der folgenden
Sitzungen der Bezirksvertretung die Ursache für die extrem hohe Quote von
Schulabbrechern darstellen.
6. Februar 2006:
Kölner
FDP: Für Homos und Großmoscheen!
Der neue
Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland kommt aus Köln, genauer
gesagt aus Nippes. Axel Ayyub Köhler wird in Zukunft die bundesweite
Interessensgemeinschaft der Muslime anführen. In Nippes kennt man Köhler als
langjährigen FDP-Funktionär. Der liberale Vorzeigemuslim wird also künftig
sowohl die Interessen der Nippeser FDP-Anhänger als auch die der islamischen
Gemeinde vertreten müssen.
In der Kölner
FDP scheint das ja reibungslos zu funktionieren: Köhlers Parteifreunde tun sich
seit Jahren als Befürworter protziger Großmoscheebauten hervor. Mindestens
ebenso lange treten die Liberalen in der Domstadt für immer mehr Privilegien für
Homosexuelle ein. Schwule und Islamisierung - wie das allerdings zusammengeht,
fragen sich nicht nur Kritiker der FDP. Denn die meisten gläubigen Moslems
dürften wohl eher weniger begeistert sein vom Christopher-Street-Day und
ähnliche Homo-Veranstaltungen. Im Koran, den viele Moslems bekannter Maßen noch
wörtlich nehmen, finden sich drastische Handlungsanweisungen zum Umgang mit
unseren schwulen Mitbürgern ...
31. Januar 2006:
El-Kaida in Nippes
Bei einem
US-Raketenangriff in Pakistan soll vor drei Wochen ein gewisser Mohammed Abbatay
umgekommen sein. Der 35jährige Marokkaner soll einer der Chefpropagandisten des
Al-Kaida-Terrornetzwerkes gewesen sein. Die „Kölnische Rundschau“ berichtet
nun, daß besagter Abbatay vier Jahre lang völlig unbehelligt in Köln-Nippes
gelebt hat! Von 1997 bis 2001 studierte Mohammed Abbatay in Köln und Krefeld,
wobei er polizeilich nie in Erscheinung trat.
Von der etablierten
Kölner Kommunalpolitik wird uns dagegen ständig erzählt, daß in Köln praktisch
keine Gefahr durch islamistische Extremisten bestehen würde. Dementsprechende
Warnungen und Mahnungen werden als Panikmache oder – schlimmer noch – als
„fremdenfeindliche Hetze“ abgetan. Den einheimischen Bürgern soll damit ein
friedlich-harmonisches Trugbild unserer Multikulti-Gesellschaft vorgegaukelt
werden. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus: Durch die Massenzuwanderung
importieren wir selbstverständlich auch auswärtige Konflikte und ausländische
Terroristen. Gott sei Dank haben diese bisher in Deutschland selbst noch nicht
zugeschlagen. Aber die Erfahrungen aus dem europäischen Ausland lehren uns, daß
sich das jederzeit ändern kann.
12. Januar 2006:
CDU-Kritik an Schramma
Der Schmusekurs von Oberbürgermeister
Fritz Schramma gegenüber der linken Szene ruft auch
innerhalb der CDU immer mehr Kritik hervor. Jetzt hat der
Nippeser CDU-Bezirksvertreter und stellvertretende Bezirksbürgermeister
Peter Karrasch die Gleichgültigkeit kritisiert, mit der sein Parteifreund
Schramma auf massive
Störungen des öffentlichen
Gelöbnisses der Bundeswehr auf dem Roncalliplatz im
September 2005 reagiert hat. Der „Stadt-Anzeiger“ zitiert Karrasch mit dem
Satz: „Es ist eine Schande, daß der Oberbürgermeister die Proteste beim
Zapfenstreich auf dem Roncalliplatz noch immer nicht
verurteilt hat.“
Gelegenheit zu einem
Votum gegen die linken Störer hatte Schramma durch
einen Antrag der Fraktion pro Köln in der Sitzung des Rates am 3. November 2005,
mit dem der Rat das schlechte Benehmen der PDS-Ratsmitglieder bei der
Rekruten-Vereidigung hätte verurteilen sollen. Aber die Mehrheitsfraktionen –
allen voran Fritz Schramma – haben es
selbstverständlich auch in diesem Fall abgelehnt, den
pro-Köln-Antrag anzunehmen. Da pflegt man lieber weiter ein gutes
Verhältnis zu den Postkommunisten. Die Gründerväter der CDU würden sich
wahrscheinlich im Grabe herumdrehen, wenn sie dieses Treiben ihrer Kölner Enkel
mit ansehen müßten!
9. Dezember 2005:
Altparteien
wollen Drogenstrich erhalten
Die
Mehrheitsfraktionen in der Bezirksvertretung Nippes haben es in der Sitzung am
8. Dezember abgelehnt, den Rat zur Schließung des städtischen Drogenstrichs in
der Geestemünder Straße aufzufordern. Das hatte
pro Köln beantragt. Aktuelle Grundlage der von Manfred Rouhs vorgetragenen
Kritik an der problematischen Einrichtung war ein Bericht im „Express“ vom 5.
November 2005, der sich kritisch mit der Situation auf dem Drogenstrich
auseinander gesetzt hat. Danach würden in der umstrittenen Einrichtung „unter
den Augen der Stadtverwaltung“ drogenabhängige Prostituierte, die ihre Sucht
finanzieren müssen, ihre Leistungen bereits von fünf Euro an aufwärts anbieten
und es fände regelmäßig ungeschützter Geschlechtsverkehr statt. Folgerichtig
würden von der Geestemünder Straße aus
Geschlechtskrankheiten die Runde machen. Eine diesbezügliche Anfrage von pro
Köln kann die Verwaltung leider erst im Januar beantworten.
Aber Frau
Eichmüller von den Grünen glaubte schon jetzt zu wissen, daß der städtische
Straßenstrich die Situation der Prostituierten verbessert habe. Herr Weisenstein
(Linkspartei) sekundierte mit einer Vorlesung aus einer von interessierter Seite
gefertigten Studie. Für die CDU-Fraktion beklagte Herr Erkelenz, die Annahme des
pro-Köln-Antrages würde das ganze Konzept des
städtischen Straßenstrichs, das der Rat verabschiedet hat, zunichte machen. Herr
Baumann von der SPD-Fraktion zeigte sich unzufrieden mit dem Umstand, daß der
pro-Köln-Antrag so nachhaltig die Diskussion in der
Bezirksvertretungssitzung bestimmt habe. Es ginge der Bürgerbewegung doch nur
darum, Ängste in der Bevölkerung zu schüren.
Einmütig lehnte
eine ganz große Koalition von Linkspartei bis CDU den Antrag ab. Also werden
auch künftig am Straßenstrich in Niehl
drogenabhängige junge Frauen mit städtischer Unterstützung sexuelle Ausbeutung
statt ärztlicher Hilfe erfahren. „Eine Schande für unsere Stadt“, meint Rouhs,
der verspricht: „Der Drogenstrich muß weg. Auch bei diesem Thema wird pro Köln
am Ball bleiben!“
15. November 2005:
Weg mit dem Drogenstrich!
Der
städtische Straßenstrich in der Geestemünder Straße
in Niehl sorgt ständig für Negativ-Schlagzeilen.
Pro Köln unternimmt deshalb in der Bezirksvertretung
Nippes einen neuen Vorstoß für die Schließung der skandalösen Einrichtung. „Sex
für fünf Euro“ schlagzeilte der „Express“ am 5. November gewohnt
sensationslüstern. Der
Bericht enthält haarsträubende Informationen über ungeschützten
Geschlechtsverkehr in den mit dem Geld des Steuerzahlers gebauten
Verrichtungsboxen und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken. Mit einem
Antrag und einer
flankierenden Anfrage
(abrufbar als PDF-Dateien) will pro Köln in der
Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 8. Dezember ein Votum gegen den
Fortbestand des Drogenstrichs herbeiführen. Die dadurch freiwerdenden Gelder
sollen in Hilfsprogramme für drogenabhängige Prostituierte mit dem Ziel des
Drogenentzugs investiert werden.
Drogenabhängige junge Frauen benötigen
ärztliche Hilfe statt sexueller Ausbeutung. Der städtisch betreute Straßenstrich
mag die Prostituierten vor möglichen Übergriffen von Freiern schützen, aber er
schützt sie nicht vor einer mörderischen Selbstausbeutung, die ihnen die
Drogensucht diktiert. Die jüngsten Berichte über ungeschützten
Geschlechtsverkehr und grassierende Krankheiten belegen das – von Anfang an
absehbare – Scheitern des Projekts städtischer Straßenstrich.
23. September 2005:
Zustimmen, ohne zuzustimmen
Die Bezirksvertretung Nippes hat in ihrer
Sitzung am 22. September einen Antrag von pro Köln zur Verbesserung der
Sicherheit im Stadtteil durch einen Antrag der Altparteien ersetzt – und dadurch
indirekt angenommen. Die Masche haben CDU, SPD, FDP und Grüne auch schon im
Rat durchgespielt: Läßt sich ein Anliegen der Bürgerbewegung auch mit viel bösem
Willen nicht abweisen, dann stellen die Mehrheits-Fraktionen einen Änderungs-
oder Ersetzungsantrag mit gleichem oder ähnlichem Inhalt und votieren für ihren
eigenen Antrag, um bloß nicht der pro-Köln-Initiative zustimmen und also die
Bürgerbewegung demokratisch legitimieren zu müssen.
Diesmal hat die spektakuläre Vergewaltigung
unweit der KVB-Haltestelle Florastraße am 4. September unabweisbaren
Handlungsbedarf erzeugt. In Abänderung eines diesbezüglichen pro-Köln-Antrages
hat nun die Bezirksvertretung beschlossen:
„Die Bezirksvertretung 5 – Nippes – fordert
die Verwaltung auf, im Rahmen der Ordnungspartnerschaft mit der Polizei im
Bezirk Nippes Vorschläge zu entwickeln, wie Bürgerinnen und Bürger in der Nähe
des öffentlichen Nahverkehrs vor körperlichen Übergriffen bzw. Gewalttaten im
Stadtbezirk Nippes besser geschützt werden können. Dieses Konzept ist der
Bezirksvertretung 5 – Nippes – zur Beratung vorzulegen.“
24. August 2005:
König von Nippes
Die Bezirksvertretung Nippes hat in ihrer
letzten Sitzung vor den Sommerferien einer Vorlage zugestimmt, die vorsieht, den
Bezirksvorsteher künftig als „Bezirksbürgermeister“ anzusprechen. Nur pro
Köln stimmte gegen die Vorlage. Manfred Rouhs amüsierte sich über die Neigung
der Kommunalpolitiker, sich selbst und ihre Ämter trotz objektiv abnehmender
Bedeutung furchtbar wichtig zu nehmen.
Tatsächlich haben die Bezirksvertretungen in
den letzten Jahren an Gewicht verloren, weil die freien Geldmittel, über die sie
verfügen können, weniger geworden sind. Offenbar als Trostpflaster für diesen
Abwärtstrend sollen die Bezirksvorsteher jetzt mit dem richtig wichtig
klingenden Titel „Bezirksbürgermeister“ milde gestimmt werden. Rouhs spottete,
man könne ergänzend die Bezirksvertreter als „Bezirksabgeordnete“ bezeichnen und
nach der nächsten Kürzung der Geldmittel die Bezirksbürgermeister zu
„Bezirkspräsidenten“ erheben – bis sie dann irgendwann, wenn gar kein Geld mehr
da ist, zu Königen erklärt werden, die dann aber de facto „Könige ohne Land“
seien. Kölns Kommunalpolitiker seien eben „eitel bis zum Schluß“, meinte Rouhs.
4. März 2005:
Schulterschluß mit Kommunisten
Die Fraktionen der Altparteien üben in Nippes Solidarität mit den wenigen
übriggebliebenen Kommunisten. Das hat die Sitzung der Bezirksvertretung am
3. März an den Tag befördert. Nicht nur SPD und Grüne, von denen man nichts
anderes erwartet hätte, sondern auch CDU und FDP lehnten es ab, sich auf
Antrag von pro Köln vom Auftritt eines
Vertreters der orthodox-kommunistischen Organisation VVN/BdA in der Sitzung der
Bezirksvertretung am 27. Januar zu distanzieren. Die Fraktionen der Altparteien
betonten vielmehr, ihre Fraktionsvorsitzenden-Besprechung - an der in Nippes pro
Köln nicht teilnehmen kann, weil die Bürgerbewegung bislang nur mit einem
Einzel-Mandatsträger im Bezirksrathaus vertreten ist - hätte die Ansprache des
Kommunisten ausdrücklich beschlossen, und zwar auch mit den Stimmen von FDP/KBB
und CDU.
Auf den Hinweis des pro-Köln-Bezirksvertreters Manfred Rouhs, die
Bezirksvertretung wende - zu Recht - Steuergeld auf für die dringend nötige
Gewaltprävention im Viertel und solle deshalb nicht mit Organisationen
zusammenarbeiten, die sogar nach Einschätzung des SPD-Innenministers Otto Schily
mit Gruppen kooperieren, die Gewalt als Mittel politischer Auseinandersetzungen
befürworten und anwenden, erwiderte der SPD-Bezirksvertreter Horst Baumann, er
sei mit dem VVN/BdA-Redner Adam seit 30 Jahren persönlich bekannt, habe mit ihm
viele politische Gemeinsamkeiten und können bezeugen, daß er, Adam, noch nie
gewalttätig geworden sei. Zudem verwies Baumann darauf, daß auch das städtische
NS-Dokumentationsarchiv mit der VVN/BdA zusammenarbeitet und deshalb dieser
Kontakt unproblematisch sei. Gegen diese Einschätzung hatten auch CDU und FDP
keinerlei Einwände.
Dazu erklärt Rouhs: „Die Person Volker Adam ist mir völlig unbekannt, so daß ich
mich zu seinem Verhältnis zum Thema Gewalt nicht äußern kann. Aber die VVN/BdA
ist als Vorfeldorganisation der DKP für jeden Demokraten politisch indiskutabel.
CDU, SPD, Grüne und FDP haben den antitotalitären Konsens des Grundgesetzes
aufgekündigt.“
Folgerichtig lehnten die Mehrheitsfraktionen in der Bezirksvertretung Nippes
auch den pro-Köln-Antrag ab, im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zum 8. Mai
aller - auch der deutschen - Opfer des Krieges zu gedenken.
25. Februar 2005:
Ausschuß greift pro-Köln-Forderung auf
Der Stadtentwicklungsausschuß hat in seiner Sitzung am 24. Februar die
pro-Köln-Forderung nach der Einrichtung eines Fonds zur Rettung des
Rennbahnvereins aufgegriffen und beschlossen. Dabei verabschiedeten CDU, SPD
und Grüne allerdings lediglich einen eigenen Antrag, mit dem sie auch den
Verwaltungsvorschlag einer sofortigen Bebauung des Geländes an der Niehler
Straße zurückwiesen, ohne zu erwähnen, daß pro Köln im vergangenen Jahr bereits
entsprechende Dringlichkeitsanträge in die Bezirksvertretung Nippes und in den
Rat eingebracht hat.
Bernd M. Schöppe gehört dem Stadtentwicklungsausschuß für pro Köln mit
beratender Stimme an. Er befürchtet, daß der Beschluß vom 24. Februar nur wenig
praktische Auswirkungen haben wird:
„CDU, SPD und Grüne handeln viel zu
spät. Ein Fond hätte besser schon in der Rennsaison im letzten Jahr gegründet
werden sollen, dann hätte vielleicht das Schlimmste verhütet werden können. Die
Altparteien rennen der Entwicklung hinterher und üben sich jetzt in Populismus.
Nur die FDP ist wenigstens ehrlich und ruft offen nach der Betonwalze.
Deutlicher, als es CDU, SPD, Grüne und FDP in Sachen Rennbahnverein getan haben,
hätte die Kölner Kommunalpolitik ihre Inkompetenz nicht unter Beweis stellen
können.“
17. Februar 2005:
Rennbahngelände soll sofort bebaut werden
Die Verwaltung hat für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 24.
Februar eine Vorlage erarbeitet, die die sofortige Bebauung des Geländes der
Rennbahn in Weidenpesch vorsieht. Im Rahmen eines
„Kompromisses“, den die Fraktionen der
Altparteien im Rat geschlossen haben, war den Anwohnern irreführend in Aussicht
gestellt worden, eine Bebauung des Geländes des Rennbahnvereins an der
Scheibenstraße könne möglicherweise ausreichend sein, um den drohenden Konkurs
abzuwenden. Dies sei aber völlig illusorisch, teilte jetzt die Verwaltung mit.
Der Verein könne nur gerettet werden, wenn sofort die Bebauung sowohl des
Geländes Scheibenstraße als auch eines Teils des Rennbahn-Geländes freigegeben
werden würde.
Dazu erklärt der Nippeser
Bezirksvertreter und Geschäftsführer der pro Köln Ratsfraktion, Manfred Rouhs:
„Die Altparteien haben die
Menschen in Weidenpesch regelrecht an der Nase herumgeführt. Wie arrogant und
verlogen sie die Debatte geführt haben, geht aus den Protokollen der
Ratssitzungen am 4. und am 25. November letzten Jahres hervor. Darüber werden
wir die Anwohner des Rennbahngeländes informieren. Noch vor der Sitzung des
Stadtentwicklungsausschusses wird pro Köln jeden Haushalt mit einem
einschlägigen Flugblatt versorgen. Die Menschen sollen sehen, wer ihre
Interessen vertritt - und wer versucht, ihnen Sand in die Augen zu streuen.“
Das Flugblatt zur Debatte um den Rennbahnverein kann als PDF-Datei hier
heruntergeladen werden:
Nein zur (Teil-)Bebauung der Rennbahn Weidenpesch
Acrobat Reader erforderlich
31. Januar 2005:
Distanz zu Gewalt und Extremismus
Die Nippeser Bezirksvertreter werden von pro Köln dazu aufgefordert, sich von
Gewalt und Extremismus zu distanzieren. Anlaß dazu gibt der Auftritt eines
Vertreters der orthodox-kommunistischen Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) im Sitzungssaal des
Bezirksrathauses Nippes am 27.01.05. Der VVN/BdA-Vertreter sprach außerhalb der
Tagesordnung der unmittelbar an seinen Auftritt anschließenden Sitzung der
Bezirksvertretung. Einen Beschluß der Bezirksvertretung für diesen Auftritt gab
es nicht, ebensowenig wurde mit dem VVN/BdA-Redner etwa ein Nutzungsvertrag für
den Sitzungssaal geschlossen.
Zur VVN/BdA hat der Bundesminister des Innern im vergangenen Jahr
erklärt: In den Vorständen der VVN/BdA dominieren orthodoxe Kommunisten. Oft
handelt es sich um aktive oder ehemalige Mitglieder der DKP sowie um
SED/PDS-Mitglieder. Die VVN/BdA arbeitet im Rahmen einer
„offenen Bündnispolitik“
auch mit gewaltbereiten Linksextremisten zusammen. Sie lehnt den
antitotalitären Konsens des Grundgesetzes ab.
Für die Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 03.03.05 hat
pro-Köln-Bezirksvertreter Manfred Rouhs deshalb folgende Resolution
eingebracht:
„Die Bezirksvertretung
mißbilligt den Auftritt eines Redners der VVN/BdA im Sitzungssaal des
Bezirksrathauses Nippes am 27.01.05. Sie bekennt sich zum antitotalitären
Konsens des Grundgesetzes und betont, daß Gewalt kein legitimes Mittel
politischer Auseinandersetzungen sein darf.“
Mit einer Anfrage will Rouhs außerdem in Erfahrung bringen, auf welcher
Rechtsgrundlage dem Linksextremisten der Sitzungssaal zur Verfügung gestellt
worden ist und wer für diesen Vorgang die Verantwortung trägt.
28. Januar 2005:
Konfrontation in der Bezirksvertretung
In der Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 27. Januar kam es zu einer
scharfen Konfrontation zwischen pro Köln und den Altparteien.
Zunächst
ergriff vor Eintritt in die Tagesordnung ein Vertreter der
DKP-Vorfeldorganisation „Vereinigung
der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten“
(VVN/BdA) das Wort. Er breitete anläßlich des Auschwitz-Befreiungstages sein
kommunistisches Geschichtsbild vor den anwesenden Bezirksvertretern und Gästen
aus. Daß der Redner selbst dem politischen Lager des anderen großen
Totalitarismus des 20. Jahrhunderts zuzurechnen ist, störte die Vertreter von
SPD, CDU, Grünen und FDP offenbar nicht. Manfred Rouhs erhob für pro Köln
scharfen Protest gegen den Auftritt des Kommunisten, er wird außerdem mit einer
Anfrage in Erfahrung bringen, warum der VVN-Vertreter überhaupt vor der
Bezirksvertretung sprechen konnte. Einen entsprechenden Beschluß der
Bezirksvertretung gab es nicht.
Noch härter war die Konfrontation, als der pro-Köln-Antrag beraten wurde, die
Bezirksvertretung möge den Bezirksvorsteher Bernd Schößler dazu auffordern, sein
Amt bis zur Aufklärung von diversen Vorwürfen im Zusammenhang mit dessen
Tätigkeit in der Führung der Taxiruf Köln eG ruhen zu lassen. Während Schößler
selbst die Tagungsleitung an eine Vertreterin aus der SPD-Fraktion abgab und
sich an der Debatte nicht beteiligte, griffen Vertreter von SPD, Grünen und CDU
pro Köln scharf an. Rouhs würde die Demokratie beschädigen, weil er Vorwürfe
gegen Schößler zum Anlaß einer politischen Debatte um dessen Amt als
Bezirksvorsteher machen würde, hieß es. Dem hielt Rouhs entgegen, daß einer wie
Schößler, der beim Taxiruf Köln zum Subjekt härtester Streitereien geworden ist,
den Stadtbezirk nicht mehr mit der nötigen Neutralität repräsentieren kann. Dem
mochten die Fraktionen der Altparteien nicht folgen und lehnten - bei Enthaltung
von Bernd Schößler - den pro-Köln-Antrag ab.
Die Bürgerbewegung wird indessen die weitere Entwicklung beim Taxiruf Köln genau
verfolgen und das Thema Schößler nicht aus den Augen verlieren.
20. Januar 2005:
Geld für Ausländerprojekte
Die „Kölnische Rundschau“ hat über die
Haushaltsplan-Beratung der Bezirksvertretung Nippes am 13. Januar 2005
berichtet. Der
Artikel vom 20. Januar macht deutlich, daß die Mehrheitsfraktionen die
wenigen noch vorhandenen Geldmittel schwerpunktmäßig für Ausländerprojekte
(„MigrantInnenarbeit“) ausgeben wollen - und daß dies
auf den Widerstand von pro Köln trifft. Die Bürgerbewegung hat in der
Sitzung beanstandet, daß für die Heimat- und Brauchtumspflege jährlich nur
600,00 Euro vorgesehen sind, für Multi-Kulti-Projekte aber der zehnfache
Betrag.
12. Januar 2005:
Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue:
Nippeser Bezirksvorsteher soll Amt ruhen lassen
Der Nippeser Bezirksvorsteher Bernd Schößler soll für die Dauer eines
gegen ihn von der Staatsanwaltschaft Köln geführten strafrechtlichen
Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der Untreue seine Amtsgeschäfte
ruhen lassen. Das fordert der Nippeser Bezirksvertreter Manfred Rouhs
(pro Köln) in einem Antrag für die Sitzung der Bezirksvertretung am 27.
Januar. Zur Begründung führt Rouhs aus:
„Gegen Herrn Bernd Schößler
ist bei der Staatsanwaltschaft Köln ein strafrechtliches
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue anhängig (Az 72 Js
42/03). Die Kölner Kommunalpolitik steht bundesweit in dem schlechten Ruf,
korrupt zu sein. Das gegen Herrn Schößler gerichtete Ermittlungsverfahren
steht zwar nicht mit dessen Amtsausübung als Bezirksvorsteher im
Zusammenhang, sondern mit seinen Aktivitäten an der Spitze der Taxiruf Köln
eG, wobei aus deren Reihen gegen Herrn Schößler in denkbar scharfer Form
zahlreiche Vorwürfe erhoben worden sind. Als Bezirksvorsteher repräsentiert
indessen Herr Schößler den Stadtbezirk Nippes insgesamt; ein solches
repräsentatives Amt kann im Rahmen des angesprochenen Strafverfahrens und
insbesondere durch den damit verbundenen Austausch von Vorwürfen innerhalb
der Taxiruf Köln eG Schaden nehmen. Dem sollte Herr Schößler dadurch
vorbeugen, daß er sein Amt bis zum Abschluß des strafrechtlichen
Ermittlungsverfahrens ruhen läßt.“
10. Dezember 2004:
Nippes stimmt gegen Schrammas neue Geschäftsordnung
Die Bezirksvertretung Nippes hat am 9. Dezember wesentliche vom Büro
des Oberbürgermeisters geplante Änderungen der Geschäftsordnung des Rates
einstimmig abgelehnt. Mit Ausnahme der vorgesehenen
Redezeit-Beschränkung von fünf auf drei Minuten, die die Nippeser mittragen,
folgte die Bezirksvertretung im wesentlichen der schon von der Fraktion pro
Köln im Rat vorgetragenen Kritik an den beabsichtigten Änderungen der §§ 1,
4 und 14, durch die der Tagungsrhythmus auf zwei Monate verlegt und die Zahl
der Anfragen pro Fraktion und Sitzung auf zwei reduziert werden soll.
Die Fraktion pro Köln wird das Votum der Bezirksvertretung Nippes im Rat
unterstützen. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Judith Wolter: „Jetzt
haben wir bei der Schlußberatung im Rat eine Chance, die meisten für uns
nachteiligen Neuregelungen zu kippen. Der Bezirksvertretung Nippes kann man
wohl kaum den von Schramma und anderen an unsere Adresse gerichteten Vorwurf
machen, die Arbeit des Rates behindern zu wollen. Gut, daß sich die Nippeser
Bezirksvertreter an den sachlichen Notwendigkeiten orientiert haben und
nicht an der parteipolitischen Propaganda!“
9. Oktober
2004:
Dringlichkeitsantrag
zur Rennbahn Weidenpesch
Pro Köln hat für die Sitzung der Bezirksvertretung am 12. Oktober einen
Dringlichkeitsantrag eingebracht, durch den der drohende Konkurs des Kölner
Rennbahnvereins abgewendet werden soll. Die Bürgerbewegung schlägt vor:
Die Vertretung des Stadtbezirkes Nippes fordert den Rat der Stadt Köln auf, in
seiner Sitzung am 14.10.2004 einen Beschluß über Maßnahmen zur Abwehr der
möglicherweise unmittelbar bevorstehenden Insolvenz des Kölner Rennbahnvereins
herbeizuführen, indem
1.) die Stadt Köln einen Bürgerfond zur kurzfristigen Abwehr der Insolvenz des
Rennbahnvereins ins Leben ruft. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, die
Schirmherrschaft über den Bürgerfond zu übernehmen. Alle Freunde und Förderer des
Pferdesports in Köln, aber auch bundesweit sollen angehalten werden, auf ein
treuhänderisch von der Stadt Köln geführtes Konto Spenden für den Fortbestand des
Rennbahnvereins einzuzahlen. Die Kosten der entsprechenden Kampagne sind von den
eingehenden Spenden abzuziehen. Die VorFinanzierung soll durch eine Reduzierung der Zahl
der Kölner Bürgermeister von vier auf zwei (TOP 4. der Tagesordnung der Ratssitzung am
14.10.2004) aus den dadurch eingesparten Haushaltsmitteln erfolgen.
2.) die Stadt Köln eine (auch teilweise) Bebauung des RennbahnGeländes
ausschließt.
3.) die Stadt Köln in Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung und dem
Rennbahnverein nach dem Rückfluß der zu 1.) beschlossenen Vor-Finanzierung unter
Verwendung dieser Geldmittel ein wirtschaftliches Konzept für die Neuorientierung des
Geschäftsbetriebes des Rennbahnvereins erarbeitet mit dem Ziel, künftig das
regelmäßige Auflaufen von Verlusten zu vermeiden.
Nachdem eine Gläubiger-Bank angekündigt hat, laufende Kredite möglicherweise
aufkündigen zu wollen, droht der Konkurs des Rennbahnvereins bereits ab dem 15.10.2004.
Im Falle des Konkurses fällt das Grundstück des Rennbahnvereins in Weidenpesch an das
Land Nordrhein-Westfalen, von dem vor dem Hintergrund seiner Haushaltslage die
wirtschaftliche Verwertung des Grundstücks im Wege einer Bebauung erwartet werden muß.
Dadurch würde für die Kölner Bürger in der Region ein Verlust an Lebensqualität
eintreten, der nur noch durch ein sofortiges Tätigwerden der Stadt Köln möglicherweise
abgewendet werden kann.
26. September 2004:
Nippes wählt pro Köln
Die Bürgerbewegung pro Köln e.V. hat im Bereich der
Bezirksvertretung Nippes mit 5,47 Prozent ein überdurchschnittlich gutes
Ergebnis erzielt. Insbesondere in Weidenpesch (8,01 Prozent) bewährte
sich die gute Stadtteil-Arbeit der Bürgerbewegung, die zur Ansammlung eines
sehr großen Adressenbestandes für die Zeitung „Pro
Köln“ geführt hat. Bilderstöckchen, Mauenheim und
Niehl liegen mit über 6 Prozent ebenfalls im grünen Bereich, während
Longerich (4,34 Prozent), Riehl (3,65 Prozent) und das Zentrum von Nippes
(4,63 Prozent) - derzeit noch - hinterherhinken.
Im gesamten Stadtbezirk wurde insgesamt ein guter
Wahlkampf gemacht. Schwerpunkt der künftigen Arbeit wird der Ausbau des
Adressen-Bestandes im Zentrum von Nippes sein - hier entscheidet sich die
Wahl im Stadtbezirk - und das bewährte Engagement in Weidenpesch.
2. September 2004:
Nein zur Bebauung der Rennbahn
Der Niehler Bürger- und Heimatverein hat heute einen
politischen Frühschoppen durchgeführt. Dazu wurden Vertreter der
Rathaus-Parteien und der Bürgerbewegung pro Köln eingeladen. Themen waren u.a. die
geplante Bebauung der Rennbahn in Weidenpesch und der Fluglärm in Köln sowie
Straßenreinigung und Luftverschmutzung im Kölner Norden. Dabei beklagte Engelbert Weber,
der Vorsitzende des Vereins, daß zahlreiche detaillierte Eingaben, die er gemacht hat,
bei der Stadt unbeantwortet geblieben seien und die städtischen Verantwortlichen das
Engagement der Bürger offensichtlich ignorieren würden.
Für pro Köln forderte Regina Wilden ein generelles
Nachtflug-Verbot über der Stadt, wie es andernorts in Deutschland längst etabliert ist.
Manfred Rouhs sprach sich für die Rettung des Rennbahnvereins durch die Stadt Kön aus,
da dessen Grundstück in Weidenpesch im Falle einer Insolvenz an das Land Nordrhein-Westfalen fallen würde,
von dem nach Rouhs' Einschätzung für den Erhalt von Grünflächen in Köln wenig Gutes
zu erwartet ist. Rouhs lehnte indessen die Freigabe eines Teils des Rennbahn-Geländes zur
Bebauung kategorisch ab, wie sie der Rennbahnverein zur Sanierung seiner maroden Finanzen
fordert. Dann wollen sie in drei Jahren das nächste Stück grün
zubetonieren, wenn wieder Geld fehlt, sagte Rouhs. Stattdessen solle die Stadt Köln
dem Rennbahnverein eine professionelle Unternehmensberatung zur Seite stellen und im
Rahmen einer Kampagne für den Erhalt der Rennbahn private Investoren dazu auffordern, die
bestehende Finanzlücke zu schließen. Rouhs: Pferderennen liegen vielen gut
betuchten Bürgern so sehr am Herzen, daß sie sicher auch bereit sind, für den Erhalt
der traditionsreichen Kölner Rennbahn ein gutes Werk zu tun, soweit das öffentlich
gewürdigt wird.
8. September 2004:
Weidenpesch wählt pro Köln
Pro Köln hat an die Haushalte in Weidenpesch ein Flugblatt zur beabsichtigten
Nutzung des Hauses Pallenbergstraße 24 als Übergangsheim für Asylbewerber verteilt.
Den
Weidenpeschern wird die Stimmabgabe für pro Köln als geeignetes Mittel nahegelegt, um
auf die Stadtspitze politischen Druck auszuüben. Das Flugblatt ist auch als PDF-Datei
verfügbar:
Flugblatt Weidenpesch wählt pro Köln
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24. April 2004:
Keine Klaukids nach Weidenpesch
Die von der Bürgerbewegung pro Köln ins Leben gerufene Anwohnerinitiative
Pallenbergstraße hat in Weidenpesch gegen die geplante Einquartierung von Problempersonen
aus dem ehemaligen Jugoslawien im Haus Pallenbergstraße 24 demonstriert.
Mehr
als 100 Weidenpescher Bürger waren dem Demo-Aufruf gefolgt. Im Rahmen einer Kundgebung
erteilten die pro-Köln-Redner Rechtsanwalt Markus Beisicht, Manfred Rouhs und Judith
Wolter den Plänen der Stadtspitze eine Absage, einen Teil der bislang in anderen
Stadtteilen massierten Probleme insbesondere mit straffällig gewordenen Roma nach
Weidenpesch zu verlagern. Stattdessen forderten sie unter großem Zuspruch der
Bevölkerung: Wer das deutsche Gastrecht mißbraucht und Straftaten begeht,
muß in sein Heimatland abgeschoben werden. Eltern haften für ihre Kinder.
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Manfred Rouhs spricht an der Kapuzinerstraße Ecke Neusser
Straße. |
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Der Demonstrationszug nimmt Aufstellung. Pro
Köln hatte in Weidenpesch mit einem Flugblatt mobilisiert - mit guter Resonanz. Die
Weidenpescher sind offensichtlich nicht bereit, sich von Oberbürgermeister Fritz Schramma
und den Altparteien für dumm verkaufen zu lassen. |
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In vielen Kölner Stadtteilen machen Roma-Kinder, die von ihren
Eltern zum Stehlen losgeschickt werden, den Bürgern das Leben schwer. Dieses Transparent
verdeutlicht, daß die Weidenpescher das Problem gelöst und nicht nur verlagert sehen
wollen. |
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Beginn des Demo-Zuges auf der Kapuzinerstraße. |
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Übergang auf die Jesuitengasse in Richtung Pallenbergstraße. |
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Unmittelbar vor dem Haus Pallenbergstraße 24
ergreift Manfred Rouhs noch einmal das Wort: Wenn am 26. September, dem Tag der
Kommunalwahl, pro Köln in Weidenpesch ein gutes Wahlergebnis einfährt, werden die
Altparteien ihre multikulturellen Pläne für dieses Gebäude aufgeben. |
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Links im Bild das Gebäude, dessen künftige Nutzung umstritten
ist, rechts die Bürger, die jene multikulturelle Suppe auslöffeln sollen, die ihnen die
Kölner Kommunalpolitik einbrockt. |
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Judith Wolter, die Vorsitzende von pro Köln,
schließt die Kundgebung ab. Pro Köln sammelt in Weidenpesch noch bis Ende Mai
Unterschriften gegen die Nutzung eines Teiles der Räumlichkeiten in der Pallenbergstraße
24 als Übergangs-Unterkunft für Ausländer: Wir werden den Altparteien Dampf
machen. |
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13. Februar 2004:
Bürgerversammlung in Weidenpesch
Die meisten Weidenpescher stehen der geplanten Einquartierung von
Problempersonen aus dem ehemaligen Jugoslawien in der Pallenbergstraße 24 ablehnend
gegenüber. Das ist das Ergebnis einer Bürgerversammlung, die pro Köln am 12.
Februar in Weidenpesch durchgeführt hat. Bei dem überaus gut besuchten Treffen
referierte Rechtsanwalt Markus Beisicht über rechtliche und politische Möglichkeiten,
die beabsichtigte Unterbringung von Sinti und Roma in der ehemaligen Jesuitenschule
abzuwenden. Er verwies auf die bisherige Entwicklung in Poll, wo im Übergangsheim
Salmstraße bereits seit geraumer Zeit Sinti und Roma einquartiert sind und die Zahl der
Eigentumsdelikte, insbesondere der Wohnungseinbrüche und der Taschendiebstähle, stark
zugenommen hat.
Pro Köln sammelt Unterschriften für eine Petition, die fordert: Der Rat der
Stadt Köln möge beschließen: Das Gebäude Pallenbergstraße 24 wird nicht für die
Einquartierung von Sinti und Roma oder anderen Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien
genutzt. Die Petition wird dem Zentralen Bürgeramt der Stadt Köln übersandt. Im
Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses, deren Termin pro Köln im
Internet bekannt geben wird, müssen dann die Ratsfraktionen zu diesem Bürgeranliegen
Stellung nehmen und Farbe bekennen.
Zudem wurde am 12. Februar eine Liste von Weidenpescher Bürgern aufgestellt, die
bereit sind, sich an der Planung und Durchführung einer örtlichen Demonstration gegen
die Pläne der Stadtspitze zu beteiligen. Dieser Kreis wird im Rahmen eines folgenden
Treffens eine Demonstration nach Poller Vorbild vorbereiten. In Poll hatte der von pro
Köln getragene Bürgerprotest die Stadt Köln erheblich unter Druck gesetzt.
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Blick in die Weidenpescher Versammlung: Judith Wolter (links,
stehend) begrüßt die mehr als 50 anwesenden Bürger aus dem Stadtteil. |
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3. Januar 2004:
Nein" zur Kriminellen-Anballung in Weidenpesch!
Die Stadt Köln will straffällig gewordene Bewohner des Poller
Flüchtlingsheims in der Pallenbergstraße 24 in Weidenpesch unterbringen. Bis zu
80 Straftäter könnten in dem Gebäude einquartiert werden. Dabei handelt es sich
schwerpunktmäßig um Personen aus Jugoslawien. In Poll haben Roma und Sinti, früher
landläufig Zigeuner" genannt, über lange Zeit eine derart große Zahl von
Diebstählen begangen, daß die Poller Bürger gemeinsam mit der Bürgerbewegung pro Köln
e.V. eine große Demonstration durchgeführt und mit einer Petition bei der Stadt Köln
Beschwerde geführt haben. Vor allem aber wurde für die verantwortlichen Ratsfraktionen
absehbar, daß pro Köln bei der Kommunalwahl im September 2004 in Poll gut abschneiden
wird, denn die Bürgerbewegung, die bei dieser Wahl im gesamten Stadtgebiet kandidiert,
fordert die strikte Anwendung von Recht und Gesetz - und das Gesetz sieht die Ausweisung
straffällig gewordener Asylbewerber vor.
Die Stadt Köln will jetzt also Straftäter von Poll nach Weidenpesch verfrachten, weil
sie in Poll auf den Widerstand der Bevölkerung traf. Pro Köln wird dafür sorgen, daß
es auch in Weidenpesch demokratischen Widerstand geben wird.
Es ist nicht zu erwarten, daß sich die Problem-Personen aus Jugoslawien, insbesondere
soweit es sich um Serien-Straftäter handelt, in Weidenpesch anders verhalten werden als
in Poll. Im Rechtsrheinischen werden immer wieder Kölner Bürger auf offener Straße
bestohlen, vor allem ältere Frauen sind die Opfer. Schon dort ist die Stadt Köln mit dem
Problem nicht fertig geworden. Die Kölnische Rundschau" vom 30.12.2003
schreibt: Köln ist die Hauptstadt der Diebe. In keiner anderen deutschen Stadt
geschehen, gemessen an der Einwohnerzahl, so viele Taschendiebstähle und
Wohnungseinbrüche. Dabei sind es vor allem die so genannten Klau-Kinder, die
Polizei, Ordnungsamt und Jugendhilfe vor kaum lösbare Probleme stellen."
Kritik an der Stadt Köln und an den verantwortlichen Ratsfraktionen von CDU, SPD, FDP
und Grünen" wird monoton als ausländerfeindlich" abgestempelt. In
einer Demokratie aber muß es möglich sein, das Haus in der Pallenbergstraße 24 als
ungeeigneten Aufenthaltsort für straffällig gewordene Ausländer anzusehen.
Pro Köln hat alle Haushalte in der Pallenbergstraße und im angrenzenden Stadtgebiet
mit einem Flugblatt versorgt, über das den Anwohnern die Kontaktaufnahme mit der
Bürgerbewegung möglich gemacht wird. Wir wollen unsere Aktivitäten gegen die Massierung
von Straftätern in Weidenpesch gemeinsam mit den Anwohnern planen. Auch in Weidenpesch
wäre eine Demonstration vorstellbar. Auch dort sind die Anwohner aufgerufen, der
Stadtspitze Dampf zu machen!
3. November 2001:
Erfolgreiche Demo gegen den
Kalifstaat
Mit der Bürgerbewegung pro Köln e.V. hat erstmals eine nonkonforme
Gruppierung gegen eine islamische Kultureinrichtung in Deutschland demonstriert. Auf
dem Niehler Kirchweg in Nippes zeigten rund 30 pro-Köln-Anhänger vor
dem Anwesen des sogenannten Kalifstaates Plakate mit der Aufschrift: "Kein Kalifat in
Deutschland: Multi-Kulti? Nein Danke!"


Der Eingang zum Kalifstaat ("Uli Camii") wirkt in
Nippes wie das Tor zu einer fremden Welt.
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Filmen und gefilmt werden: Dieser Kalifatsbewohner nahm die
pro-Köln-Demo ins Visier.
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Etwa 30 pro-Köln-Anhänger nahmen an der Mahnwache teil. |

"Kein Kalifat in Deutschland" und "Multi-Kulti?
Nein Danke!" stand auf den Plakaten. |
Eine solche Demonstration wäre wahrscheinlich in jeder anderen deutschen
Großstadt durch linke Krawallmacher gestört worden. In Köln dagegen hatte zwar eine
"Antifaschistische Aktion" wortreich angekündigt, das Gebiet vor dem Kalifat zu
besetzen und dadurch den Auftritt von pro Köln unmöglich zu machen.
Tatsächlich aber erschienen vor Ort gerade einmal zwei selbsternannte
"Antifaschisten", um sich belächeln zu lassen. Pro Köln
konnte deshalb auch in Nippes störungsfrei den bekannten Aufkleber "Multi-Kulti? Nein Danke!" in großer Auflage
verteilen.
Die Kalifatsanhänger traten mit einem eigenen Transparent für die Sache eines
fundamentalistischen Islam ein. In Gesprächen mit den Nachbarn des Kalifstaates konnten
sich die pro-Köln-Mitglieder überzeugen, daß ihre Kritik am Bestand
eines islamischen Gottesstaates auf deutschem Boden unter den ortsansässigen Deutschen
mehrheitsfähig ist. Aber auch von Ausländern kam Zuspruch. Viele gemäßigte Moslems
legen Wert darauf, mit Kaplan und seinem Verein nicht in einen Topf geworfen zu werden.
Versammlungsleiter Manfred Rouhs erläuterte den zahlreich anwesenden Medienvertretern:
"Pro Köln hat schon vor Jahren auf die Gefahren hingewiesen, die
von islamischen Fundamentalisten in der Domstadt ausgehen. Wir begrüßen, daß jetzt auch
die große Politik nachzieht und den Fundamentalismus zu einem Thema macht. Das wollen wir
vor Ort plakativ verdeutlichen."
Pro Köln fordert ein Verbot des Kalifstaates. |